Samstag, der 4. September 2010

Wir machen Schule!

Robert Blum solar

Ja, es ist wahr das Robert Blum Gymnasium hält sich umweltbewusst warm !!

Mit einer thermischen Solaranlage wird Wärme (Warmwasser- oder Heizenergie) aus Sonnenlicht erzeugt. Dies darf nicht mit Solarzellen (Photo-Voltaik-Anlage) verwechselt werden, die Lichtenergie in elektrische Energie umwandeln. Im Kleinen kennt Ihr das von Taschenrechnern.

Skizze eines SonnenkollektorsEine solarthermische Anlage besteht aus einem Sonnenenergie-Kollektor auf dem Dach, einer Regel- bzw. Steuerungseinheit und einem Speicher. In dem geschlossenen Kreislaufsystem sorgt eine Pumpe dafür, dass der flüssige Wärmeträger (der auch im Winter nicht einfriert) die Wärmeenergie in den Speicher transportiert. Ein Wärmetauscher im Speicher ermöglicht warmes Trinkwasser. Vom Prinzip her befindet sich in dem Sonnenkollektor ein matt schwarz gestrichenes Rohrsystem. Die Flüssigkeit in dem Rohrsystem wird durch das von der schwarz gestrichenen Oberfläche absorbierte Sonnenlicht erwärmt. Am Fachbereich befindet sich eine Demonstrationsanlage eines Sonnenkollektors, an dem die Funktionsweise demonstriert werden kann – durchaus nutzbar für eine Jugend-forscht–Arbeit oder eine Präsentationsprüfung.

Soweit die Theorie. Bei uns an der Schule befinden sich die 30 m2 großen Sonnenkollektoren auf dem Dach der Südseite des Gartenhauses. Bei Google earth kann man sie gut erkennen.

Bereits wenn man unsere Schule betritt, kann man an der Wand im Treppenhaus eine große Anzeigetafel sehen. Viele von euch haben sich sicher schon gefragt, wozu die dient. Dieser Tafel kann man alle wichtigen Daten der Solaranlage entnehmen. So kann man die auf das Dach auftreffende Energie der Sonne in Watt pro Quadratmeter ablesen sowie die Temperaturen im Wasserkessel. Außerdem kann man sehen, ob die Temperatur durch die Sonnenenergie ausreicht oder gerade zugeheizt werden muss. Übrigens: Anders als man denkt, kann sogar an einem klaren Wintertag durch die Sonneneinstrahlung Heizenergie gespart werden. Besonders groß ist die Einsparung natürlich im Sommer. Früher musste die Heizung unserer Schule auch über die Sommerferien eingeschaltet bleiben, da Sportvereine zu dieser Zeit unsere Sporthalle nutzten und duschen wollten (auch Sportler sind nicht alle „Kaltduscher“).

Seit 1998 bei der Erneuerung unserer Heizungsanlage die Solaranlage installiert wurde, ist dies nicht mehr erforderlich.

Die Berliner Zeitung berichtete im Oktober 1989 über die neue Solaranlage unserer Schule. Die Energie-AG wurde damals übrigens von Herrn Dr. Nack und Herrn Schmidt geleitet.

Neben der Einsparung in barer Münze kann mit der Anlage natürlich auch der CO2-Ausstoß verringert werden, der bei jeder Verbrennung in einer Heizungsanlage anfällt. In Zeiten der Gefahren für unser Klima ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Mir scheint in unserer Stadt ist das Potential für Solarenergie (Photovoltaik und Solarthermie) bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Andere Länder sind in dieser Frage viel weiter als Deutschland.

Michele Bonomo, 4. Semester

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort