Schule ohne Militär!
Am 24.03.2011 hat unsere Schulkonferenz beschlossen, die Bundeswehr nicht in die Schule zu lassen. Wir als Kooperationsschule der DGB-Jugend und “Schule ohne Rassismus” sind damit eine der ersten Schulen Berlins, die sich klar gegen die Präsenz der Bundesarmee in der Schule ausspricht und deren Werbeangebote deutlich ablehnt. “Das vermeintliche Lösen von Konflikten mit militärischer Gewalt widerspricht der an unserer Schule gepflegten Kultur und unseren Erziehungsidealen. Wie sollen wir Jugendliche zum gewaltfreien Lösen von Konflikten erziehen, wenn das Vertreten von Wirtschafts- oder Länderinteressen mit militärischen Mitteln von uns mit unterstützt wird?” So die Begründung der Antragssteller.
Zur Seite der DGB Jugend Berlin Brandenburg
Informationen zu dem Projekt “Schule ohne Militär”
Beschluss der Schulkonferenz (pdf)
46 Kommentare zu “Schule ohne Militär!”
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Carsten Schulz am Freitag, 13. Mai 2011
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Beschluss!
Carsten Schulz
(Bezirksvorsitzender der Partei DIE LINKE in Tempelhof-Schöneberg
Alex Quitta am Donnerstag, 26. Mai 2011
Eine mutige und notwendige Entscheidung. Es ist unerträglich, dass Kinder mit beschönigenden Werbeveranstaltungen zum Dienst an der Waffe überzeugt werden sollen. Ich wünsche mir viele Nachahmer.
Herzliche Grüße
Alex Quitta
Jan Sprachta am Donnerstag, 26. Mai 2011
Super gemacht,
ich hoffe es macchen noch viele mit.
Jan
Elfriede Krutsch am Donnerstag, 26. Mai 2011
Herzlichen Glückwunsch zu Euerem Entschluss. Ich hoffe, dass viele Schulen Euerem Beispiel folgen.
Uwe-Karsten Plisch am Freitag, 27. Mai 2011
Großartig! Möge euer Beispiel Schule machen!
Dr. Uwe-Karsten Plisch
Theologie, Hochschul- und Genderpolitik
Evangelische StudentInnengemeinde
in der Bundesrepublik Deutschland (ESG)
Paul am Freitag, 27. Mai 2011
Es ist traurig, dass eine staatliche Instituion die andere ausschließt und sich dann noch von einer Partei feiern lässt, die nicht ohne Grund vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Wenn Sie ein Zusammenleben ohne Rassismus erleben wollen, dann sehen Sie sich mal in einer nahegelegenen Kaserne um. Unabhängig von der Herkunft ist dort Jeder ein Kamerad, die Auslandsvorbereitung ist unter Anderem auch mit Lehrgängen zum kultursensiblen Handeln gespickt und Kameraden aus vielen Nationen nehmen zusammen mit Offizieren der Bundeswehr an Lehrgängen teil. Sie alle betrachten wir unabhängig ihrer Herkunft als Kameraden und nehmen sie dementsprechend auf.
Wenn wir als Definition für Rassismus die “grundlose Ausgrenzung einer Gruppe aufgrund eines gemeinsamen gruppeninternen Merkmals” annehmen, dann sind Sie rassistischer, als Sie sich fühlen.
Sie verurteilen Soldaten, also Menschen, die Sie und Ihresgleichen gelobt/geschworen haben zu schützen aus keinem rationellen Grund. Sie passen einfach nicht in das Weltbild. Die Parallelen zu den braunen Billardkugeln sind offensichtlich – auch sie halten sich für die besseren Menschen und grenzen Menschen anderer Herkunft aus, weil sie nicht in deren Weltbild passen.
Schwimmen Sie bitte weiter auf Ihrer hohen moralischen Überlegenheit, werte Antimilitarist_Innen und beten Sie weiter dafür, dass die böse, rassistische, menschenfeindliche Bundeswehr endlich aus Afghanistan abzieht und die Taliban_Innen endlich wieder ihr eigenes Volk unterdrücken können.
P.S.:
Ziehen Sie einmal die Parallele zu meiner Einleitung:
Wie hätten Sie reagiert, wenn eine Schule die Integrationsbeauftragte hinausgeworfen hätte und sich nun dafür von der NPD feiern lassen würde? Die Konstellation ist die Gleiche: Institution wirft Institution hinaus und lässt sich von Verfassungsfeinden dafür feiern.
Roland Vogler-Wander am Freitag, 27. Mai 2011
Schade, dieser Beschluss ist rein ideologisch und zeigt das hier Kleingeister die Schule beherrschen!!
Meine Kinder werde ich nicht an dieser Schule anmelden.
Mark Schmitz am Freitag, 27. Mai 2011
Ich finde diese Entscheidung ist absolut daneben. Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee und als solche eine demokratische Institution.
Statt den Schülern beizubringen, sich mit unterschiedlichen Positionen auseinanderzusetzen, enthalten Sie den Schülern gewisse Positionen einfach vor.
Das Sie sich solch eine Position überhaupt leisten können, ist ausländischen Soldaten zu verdanken, die eingegriffen haben, als es nötig war.
Ihre Entschidung widerspricht meinem Verfassungsverständnis eklatant.
Lucas Konig am Samstag, 28. Mai 2011
Sehr unterstützenswert! Hoffentlich folgen Euch andere Schulen.
Aufmerksam geworden bin ich übrigens auf das Thema über einen Link bei Bundeswehr-Monioting:
http://www.bundeswehr-monitoring.de/militarisierung/bundeswehr-versteht-militaerfreie-schule-nicht-11846.html
Jens Heilig am Sonntag, 29. Mai 2011
Am 25. Oktober trat Blum mit Fröbel in das Elitekorps ein und nahm als Kommandeur der ersten Kompanie an der militärischen Verteidigung des revolutionären Wien teil. Am 26. Oktober kämpfte er an der Sophienbrücke und wollte am darauf folgenden Tag sogar einen Ausfall unternehmen, war aber gezwungen, ihn mangels Nachschub zu unterlassen. Am 27. Oktober beteiligte sich Blum an den Auseinandersetzungen an der Nußdorfer Linie im Norden Wiens.
Christian Schatz am Sonntag, 29. Mai 2011
Erschreckend wie Verfassungs- fern einige Schulen in Deutschland schon geworden sind. Jetzt wird also die Parlamentsarmee eines freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaats ausgeschlossen, mit welcher Begründung? Werfen Sie der BW vor verfassungsfeindlich, Ausländerfeindlich oder ein Haufen von Rambos zu sein? Die Ignoranz mit der hier ein ganzer Berufsstand verurteilt wird ist tragisch. Das Sie die Freiheit haben sich so zu entscheiden ist über viele Jahre auch von der BW garantiert und geschützt worden. Ich hoffe das dieses Beispiel nicht schule macht.
Thomas Born am Montag, 30. Mai 2011
Klasse, wenn man es nötig hat, sich von der Linkspartei beglückwünschen zu lassen!
Thomas Müller am Mittwoch, 1. Juni 2011
Gehört das zur Erziehung zum mündigen Bürger dazu, dass man ihm seine eigene Entscheidung gleich abnimmt.
Warum kann man nicht alle Seiten hören und dann den einzelnen für sich entscheiden lassen?
So grenzt das Bevormundung.
mfg Thomas Müller
Dr. Karl-Heinz Keil am Freitag, 3. Juni 2011
Vaterlandslose Gesellen!
Stefan Maßdorf am Sonntag, 5. Juni 2011
Super,
es ist eine Frechheit, dass Schulen ihr Neutralitätsgebot immer und immer wieder als Entpolitisierung interpretieren und jedwede politische Verantwortung von sich weisen, aber gleichzeitig die Bundeswehr reinlassen. Ein richtiger und mutiger Schritt, zur richtigen Zeit!
schöne Grüße aus Sachsen-Anhalt
Andreas Thomsen am Montag, 6. Juni 2011
Eine “Schule mit Courage” sieht anders aus:
Die würde Ihren Schülern nämlich beibringen, wie man sich mit unterschiedlichen politischen Positionen auseinandersetzt, anstatt die Schüler durch Ausgrenzung der missliebigen Bundeswehrvertreter davor zu bewahren.
Niemand kann die Schule zwingen, Werbematerial zu verteilen o.ä., aber mit Vertretern der Bundeswehr, also einer Institution unseres demokratischen Staates, nicht einmal diskutieren zu wollen, ist erbärmlich.
Das fördert bestimmt nicht die selbständige Urteilsbildung bei den Schülern.
Wie gehen Sie übrigens mit Schülern um, deren Väter der Bundeswehr angehören? Grenzen Sie solche Eltern aus? Lassen Sie sie nicht in die Schule?
Sven am Dienstag, 7. Juni 2011
Ich kann dem Robert-Blum-Gymnasium zu diesem großartigen Beschluss nur gratulieren und ich hoffe, dass auch meine Schule diesem löblichen Beispiel folgt!
Es ist völlig unverständlich, wie Leute den Einfluss der Bundeswehr (einer kriegführenden Armee)auf die zivile Einrichtung Schule beschönigen oder gar gutheißen können.
Die Schule sollte doch ein Ort sein, in der sich die SchülerInnen mit Hilfe von PädagogInnen selbstbestimmt und solidarisch entfalten und humanistische Werte entwickeln können!
Die Bundeswehr ist auch bestimmt keine demokratische Institution, sondern ein hierarchisch strukturiertes Machtinstrument eines kapitalistischen Staates, welches ganz aktuell zur Durchsetzung von wirtschaftlichen Interessen eingesetzt wird.
Vergessen Sie nicht, dass für SoldatInnen nicht mal alle Grundrechte gelten und das sie auf Befehl töten sollen!
Die Kritik am Soldatentum im Allgemeinen und der Bundeswehr im Speziellen, ist also nicht nur legitim, sondern zwingend Notwendig für eine libertäre politische Perspektive jenseits von Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung.
Das Ziel muss die Auflösung der Bundeswehr sein!
Sven, LandesschülerInnenvertretung Berlin
Reinhard Wagner am Mittwoch, 8. Juni 2011
Also, ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
Schule muss sich öffnen.
Für die Realität und die Spezialisten.
• Beim Thema Internet holen wir jemanden von Google.
• Beim Thema Drogen und Sucht holen wir jemanden von Schultheiß und von Sony.
• Beim Thema Medien Stefan Raab.
• Beim Thema Sekten einen Sektenbeauftragten der katholischen Kirche (geschehen vor ein paar Jahren an der Loschmidt-Schule in Charlottenburg).
• Und beim Thema Frieden und internationale Beziehungen einen Jugendoffizier der Bundeswehr.
• Für die Berufsorientierung unserer SchülerInnen ist der Wehrdienstberater des Nachwuchsgewinnungszentrums der Bundeswehr in Berlin Grünau zuständig.
• Vorschläge für das Thema Sexualität?
Im Ernst:
Spezialisten für Schule und ausgewogenen Unterricht sind LEHRER, falls das in Vergessenheit geraten sein sollte.
Bei einer Zusammenarbeit mit der Bundeswehr im Bildungsbereich ist die Realisierung des Beutelsbacher Konsenses in der Wirklichkeit der Bildungseinrichtungen und der Bundesrepublik in der Regel illusionär:
Dem hoch qualifizierten, spezialisierten und bestens bezahlten Jugendoffizier oder Wehrdienstberater steht in der Regel niemand oder ein Amateur gegenüber. Der durchschnittliche Lehrer – falls er denn eine dem Offizier entgegen gesetzte Meinung hat und sich nicht selbst wie die Schüler in einer „Fortbildungsveranstaltung“ wähnt – ist für den Spezialisten ein Widerpart wie – am Klavier – der Musiklehrer für Lang Lang.
Wo befindet sich das Nachwuchsgewinnungszentrum der Friedensbewegung? Wo finden Hochschulausbildung, achtjährige Praktika und Auslandseinsätze sowie mehrmonatige politische und rhetorische Schulungen von Funktionären der Friedensbewegung statt?
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Beschluss! Ich hoffe, „meine“ Schule zieht nach!
Reinhard Wagner
Lehrer an der August-Sander-Schule
http://www.schule-ohne-militaer.de
Antifaschistische Initiative Schöneberg am Mittwoch, 8. Juni 2011
Wir die Antifaschistische Initiative Schöneberg begrüßen diesen Entschluss und hoffen das weitere Schulen in Berlin und anderswo folgen.
Gerade jetzt wo der Wehrdienst ausgesetzt wurde versucht die Bundeswehr verstärkt neue Rekrut_innen anzuwerben.
Auch an Schulen.
Dieses muss verhindert werden.
Bundeswehr raus aus der Schule!
AIS
Heinz Eckel am Mittwoch, 8. Juni 2011
Sehr gut! Ihr gehört hoffentlich zu den Ersten (und nicht zu den Letzten), die so mutig vorangehen.
Dem Militär (und dem Militarismus) muss man den “Nachschub” entziehen. Sollen doch diejenigen auf’s Schlachtfeld ziehen, die die Kriege – um Märkte und Ressourcen – beschließen!
Dr. Rainer Hammerschmidt am Mittwoch, 8. Juni 2011
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Beschluss! Erziehung muss in den Händen von Pädagogen bleiben. Leute, die in ihrem “Beruf” lernen andere zu verstümmeln oder zu töten sollten keine Zugang zur Erziehung unserer Kinder haben.
Das Töten von Menschen zu erlernen war nie, ist es auch heute nicht und darf auch zukünftig keine “normale” Berufsausbildung sein.
Nadine Meyer am Donnerstag, 9. Juni 2011
Es gibt schon einige Schulen in der Bundesrepublik, die der Bundeswehr Hausverbot erteilen. Das ist auch gut so. Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber, sie führt (völkerrechtswidrigen) Krieg und manch ehemaliger Schüler ist als Bundeswehrsoldat in Afghanistan krepiert.
Die Bundeswehr war andernorts nicht bereit zusammen mit einem Bundeswehrkritiker aufzutreten. Dieses Angebot hatten einige gemacht. Die Bundeswehr hatte Angst, dass sie in der direkten Auseinandersetzung schlecht dastehen wird.
An einem Gymnasium in Bernau gab es Proteste gegen die Bundeswehr – und ein riesiges Polizeiaufgebot. Es war ein regelrechter Polizeistaatsbesuch. Da haben sich viele Schülerinnen und Schüler nicht mehr wohl gefühlt. Das alles sind gute Gründe, die kriegsführende Bundeswehr aus den Schulen zu verdammen, wo sie billig Menschenmaterial rekrutieren will.
Weiter so, Robert Blum!
Gegen Bundeswehr an Schulen « Die Seite der Antifaschistischen Initiative Schöneberg am Donnerstag, 9. Juni 2011
[...] Mehr Infos: Hier [...]
Lea Hartmann am Donnerstag, 9. Juni 2011
Als Pazifistin und Antimilitaristin begrüße ich diese mutige Entscheidung der Schulkonferenz. Auch Albert Einstein oder Carl von Ossietzky, nach denen Schulen benannt sind, in denen ich unterrichte bzw. unterrichtet habe, hätten die Courage der Schulangehörigen mit Freuden zur Kenntnis genommen.
Hans-Jürgen Heusel am Freitag, 10. Juni 2011
Sehr aus dem Herzen spricht mir Jens Heilig am Sonntag, 29. Mai: Robert Blum war kein Pazifist! Ich bin es auch nicht. Auch den Hinweis auf den Verfassungsrang der Bundeswehr finde ich grundsätzlich wichtig. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer Rechtsstaat.
Jedoch, die Welt ist nicht einfältig, sondern widersprüchlich. Die Bundeswehr führt entgegen der Verfassung einen Auslandseinsatz durch (es ist bereits der zweite). Und, wie unser Bundespräsident Köhler es ausplapperte, sie verfolgt dort Ziele (Sicherung von Wirtschaftsinteressen), die nicht von der Verfassung gedeckt sind.
Solch eine staatliche Institution möchte ich nicht in der Schule haben, die soll hinter ihr Kasernentor eingespert werden! Wenn sie dort nachdenklich geworden ist und sich strikt an die Verfassung zu halten verspricht, auch dann, wenn eine aktuelle Regierung ihr einen verfassungswidrigen Auftrag erteilt, dann können wir gerne über Schulbesuche reden: Herzlich willkommen solch ein Militär!
Hans-Jürgen Heusel
Stefan Hesse am Montag, 13. Juni 2011
Der deutsche Militarismus war und ist so überflüssig wie ein Kropf. Die Geschichte und der raffgierige Kriegseinsatz in Afghanistan, in Verbindung mit der Verdummdeubelung über’s Brunnenbauen im geopolitisch sehr interessanten Afghanistan reicht doch wohl. Unsere Kinder dürfen kein Kanonenfutter der ewig Gestrigen sein und werden! Jede europäische Schule MILITÄRFREI, sofort!
Peter Nowak am Mittwoch, 15. Juni 2011
Liebe Leute,
ihr habt für Eure Entscheidung den Preis für Zivilcourage und ihr seit damit in einer guten Tradition, die von August Bebel über Rosa Luxemburg, bis zu Carl von Ossietzky reicht.
Wenn ihr als vaterlose Gesellen bezeichent werdet, nimmt das als großes Lob und Kompliment. Noch immer haben diejenigen, die Vaterland und Nation in den Mund namen, die Menschen in den Tod gegeschickt. Möge es viele militärfreie und vaterlandslose Schulen geben.
Peter Nowak, Journalist
Helmut Pirkl am Mittwoch, 15. Juni 2011
Endlich einmal auch eine öffentlich-rechtliche Einrichtung, die sich gegen den überbordenden Militarismus in Deutschland wendet. Längst ist doch die Bundeswehr keine reine Verteidigungsarmee mehr, sondern eher noch auf Angriff aus. Dazu benötigt man ein “Söldnerheer”, das beliebig in aller Welt zur Durchsetzung geopolitischer Ziele des Imperiums eingesetzt werden kann, ohne jeden einzelnen danach fragen zu müssen, ob er damit einverstanden ist oder nicht.
Ich spreche den Initiatoren dieser Manifestation meinen Glückwunsch für ihren Mut aus. Bin ich mir doch sicher, dass so was aus Gründen der political correctness nicht geduldet werden kann und allein schon deswegen auch auf heftigen Widerstand der Mainstream-Medien stoßen wird. Trotzdem, machen Sie so weiter. Noch sind wir in einem demokratischen Staatswesen mit einer hervorragenden verfassungsrechtlich garantierten Meinungsfreiheit.
Hendrik am Mittwoch, 15. Juni 2011
Schade…so viel zum Thema freie Bildung!
Ein gebildeter junger Mensch sollte die Möglichkeit haben, sich mit einer Institution mit Verfassungsrang innerhalb der Schule auseinandersetzen zu können.
Wie kann eine öffentliche Schule, dem Grundgesetz verpflichtet, es zulassen und sogar bestärken, dass ein wichtiger Teil politischer Bildung ausgeblendet wird?
Elke Zwinge-Makamizile am Donnerstag, 16. Juni 2011
Als ehemalige Lehrerin fühlte ich mich besonders dem Art.1 des Berliner Schulgesetzes verpflichtet (das für alle Lehrer gelten muss):
“Die Haltung der Schülerinnen muss bestimmt werden von der Anerkennung einer friedlichen Verständigung der Völker.”
Aus den Lehren zweier Weltkriege sind die Regierungen der UNO-Charta von 1945 verpflichtet:
“Die Völker der Vereinten Nationen sind fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren.”Deshalb frage ich mich:
Wie kann man heute in einigen Schulen Militärangehörigen erlauben, Werbung für die Bundeswehr zu machen, die sich von einer Verteidigungsarmee zu einer Interventionsarmee gewandelt hat. Das Bundesverwaltungsgericht hat beispielsweise dahingehend ein Urteil erlassen im Falle von Major Pfaff, der sich Befehlen der Vorgesetzten in der Bundeswehr widersetzt hatte.
Es gibt auch sehr gutes Material von der DFG-VK zu Fragen von Krieg und Frieden…
Ich freue mich sehr, dass ihr den Beschluss gefasst habt, eine Schule ohne Militär zu sein.
In Zeiten des Sozialabbaus, des Demokratieabbaus und der militärischen “Lösungen” braucht jedes Land kämpferische Menschen für Frieden und soziale Gerechtigkeit!
Ich gratuliere Schüler-, Lehrer- und Elternschaft für deren Engagement.
Manfred Grabowski am Donnerstag, 16. Juni 2011
Ich habe im Jahre 1966 Abitur gemacht. Kein Mensch wäre damals auf die Idee gekommen, die Bundeswehr zur “Information” an die Schule zu laden. Zu frisch war noch die Erinnerung an das Grauen des Krieges und der Schwur “Nie wieder Krieg”. Inzwischen sind alle diese Hemmungen gefallen und selbst Deutschland beteiligt sich wieder an diversen Kriegen, die, wie alle Kriege, zu keinerlei Problemlösung führen. Wir sollten, nachdem wir Pioniere in Sachen Energieversorgung geworden sind, der Welt auch beweisen, daß ohne Krieg, und das heißt ohne Armee, ohne Waffen- Handel und Produktion es sich besser leben läßt.
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Entscheidung, zu der, wie man an einem Teil der Reaktionen sieht, heute einiger Mut gehört.
Rolf Schmid am Freitag, 17. Juni 2011
Ich bewundere den Mut der Schulleitung, die Propagandaoffensive der Bundeswehr auszusperren.
Tatsächlich braucht Deutschland alles Andere als eine Bundeswehr im weltweiten Einsatz zu Gunsten von USRAEL, d.h den Finanzplätzen Wall Street und London, sowie natürlich den Kriegstreibern in den USA, Stichwort AIPAC und deren Zweigniederlassung in Israel.
Hoffentlich folgen diesem Beispiel aus Berlin viele andere Schulen in ganz Deutschland, selbst wenn die allermeisten Landesregierungen das gewiss zu verhindern versuchen werden.
Merke: De Maiziere plant weltweite Einsätze der BW, und ausser DIE LINKE unterstützen oder tolerieren alle anderen Bundestagsparteien diesen Kriegskurs!
Nicht durch eine weltweit aktive Bundeswehr im Dienst dunkler Mächte macht sich Deutschland FREUNDE, sondern durch eine echte Friedenspolitik mit einer Armee ausschliesslich zur Verteidigung des eigenen Landes!
Elke Zwinge-Makamizile am Samstag, 18. Juni 2011
Elke Zwinge-Makamizile am Donnerstag, 16. Juni 2011
Dein Kommentar wartet auf Bestätigung.
Als ehemalige Lehrerin fühlte ich mich besonders dem Art.1 des Berliner Schulgesetzes verpflichtet (das für alle Lehrer gelten muss):
“Die Haltung der Schülerinnen muss bestimmt werden von der Anerkennung einer friedlichen Verständigung der Völker.”
Aus den Lehren zweier Weltkriege sind die Regierungen der UNO-Charta von 1945 verpflichtet:
“Die Völker der Vereinten Nationen sind fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren.”Deshalb frage ich mich:
Wie kann man heute in einigen Schulen Militärangehörigen erlauben, Werbung für die Bundeswehr zu machen, die sich von einer Verteidigungsarmee zu einer Interventionsarmee gewandelt hat. Das Bundesverwaltungsgericht hat beispielsweise dahingehend ein Urteil erlassen im Falle von Major Pfaff, der sich Befehlen der Vorgesetzten in der Bundeswehr widersetzt hatte.
Es gibt auch sehr gutes Material von der DFG-VK zu Fragen von Krieg und Frieden…
Ich freue mich sehr, dass ihr den Beschluss gefasst habt, eine Schule ohne Militär zu sein.
In Zeiten des Sozialabbaus, des Demokratieabbaus und der militärischen “Lösungen” braucht jedes Land kämpferische Menschen für Frieden und soziale Gerechtigkeit!
Ich gratuliere Schüler-, Lehrer- und Elternschaft für deren Engagement.
Frank am Dienstag, 21. Juni 2011
Es ist keine Bereicherung einer Diskussion sich mit Leuten zu streiten, die im Auftrag eines Staates und seiner wie auch immer gearteten Ziele bereit sind, auf Menschen fremder Nationen zu schießen.
Hier die Diskussion zu verweigern, ist GELEBTE Politische Bildungund gelebter Humanismus.
Und wie man sieht, gehört dazu leider auch ein gutes Stück Zivilcourage!
Meinen Glückwunsch zu diesem mutigen Beschluss.
Es gab Zeiten in denen sich breite Teile der Bevölkerung einig waren, dass Deutschland kein Militär haben sollte.
Die Blockkonfrontation ist inzwischen überwunden- nun sollte auch endlich das deutsche Militär auf dem Schrotthaufen der Geschichte landen.
Stefan Freimuth am Mittwoch, 22. Juni 2011
Ich hoffe, dass die Leute, die diese fragwürdige Entscheidung hier so vorbehaltlos unterstützen, sich auch Gedanken zu dem Thema gemacht haben. Eines ist Fakt, die Abschottung gegenüber Informationen zum Thema Bundeswehr, nimmt unter Umständen einigen Schülern eine MÖGLICHE (ich sage nicht, dass sie keine andere haben) berufliche Perspektive und fördert eine verklärte Haltung zu unseren, in der Verfassung verankerten, Streitkräften. Die Schule soll doch nicht polarisieren, was auch nicht die Absicht der Jugendoffiziere ist, die den Heranwachsenden, vielleicht zum ersten mal, einen Einblick zum Thema Streitkräfte bieten, der nicht von den Medien verzerrt wurde.
Fragen Sie sich doch einmal, welche Tageszeitung Sie da überhaupt lesen und ob die Informationen neutral oder überhaupt richtig sind.
Vielleicht sollten Sie sich auch verdeutlichen, wo wir hier sind. In Deutschland und nicht in den USA, wo in einigen Staaten die Evolution als gotteslästerlich abgelehnt wird. Und ja, dieser Vergleich ist angebracht!
Ich hoffe nur eines,
dass diese Entscheidung, sofern sie unabänderlich ist, in Abstimmung mit den Schülern getroffen wurde (die hoffentlich, schon genügend Einblick in die Thematik hatten, um überhaupt zu wissen, worum es dabei ging)
und dass hier nicht, auf egoistische Weise, persönliche politische Ansichten durchgesetzt wurden.
Stefan Freimuth
(Abiturient einer Berliner Schule
und seit 2005 bei der Bundeswehr)
Madeleine Morgan am Donnerstag, 23. Juni 2011
Hier mal zur Information aller, die da glauben, hier ist eine Entscheidung ohne die Einbeziehung aller Parteien der Schule getroffen worden.
Die Schulkonferenz ist paritätisch besetzt mit Lehrern, Schülern und Eltern.
Ich find den Beschluss und die Entscheidung gut. Keine Werbung oder die Möglichkeit zur Rekrutieren für die Bundeswehr an und mit unserer Schule !!!
Diese Entscheidung hat nichts mit dem Ausbremsen einer Diskussion, wie sinnig oder unsinnig die Bundeswehr ist zu tun.
Sie hat auch nichts damit zu tun ob jemandem, angeblich, die Chance genommen wird seine Laufbahn vielleicht doch bei der Bundeswehr zu bestreiten.
Die Schule hat sich entschieden gewaltfrei zu sein und dies in jeglicher Hinsicht vorzuleben.
Werbeveranstaltungen, Werbematerialien, Kooperationen und ähnliche Veranstaltungen der Bundeswehr gehören dazu wohl nicht.
Kurzum, Bundeswehr wie sie sich heute darstellt und friedliche, gewaltfreie Erziehung passen definitiv nicht zusammen.
M. Morgan
W.Schenk am Samstag, 25. Juni 2011
Liebe Lehrerinnen und Lehrer des Robert Blum Gymnasiums,
Mit den Werbeaktionen der Bundeswehr in Schulen, verstößt diese gegen die UN Kinderrechtskonvention, die Deutschland und 193 weitere Länder unterzeichnet haben. Die darin verankerten Kinderrechte, wie zum Beispiel das Recht auf eine Erziehung im Geiste von Frieden und Verständigung zwischen den Völkern, gelten für alle Kinder unter 18 Jahren.
Mit Ihrem Beschluss, die Bundeswehr nicht mehr in Ihre Schule zu lassen, folgen Sie dieser Kinderrechtskonvention. Ich hoffe, dass sich weitere Schulen zu diesem Schritt durchringen, freue mich aber erst einmal an Ihrer Entscheidung und wünsche Ihnen Standhaftigkeit gegen Kritik, die Sie sicher erhalten.
mit guten Wünschen für Sie
Wiltrud Schenk
Elisabeth Wissel am Montag, 27. Juni 2011
Ich beglückwünsche die Robert-Blum-Schule für diese mutige Entscheidung. Die Bundeswehr ist längst keine Verteidigungsarmee mehr. Sie beteiligt sich am Krieg in Afghanistan und an weltweiten Kampfeinsätzen aus strategischen und profitinteressierten Gründen. Minderjährige für diese Ziele zu werben – dass dies rechtens sein soll – ist doch sehr bedenklich. Eine echte Friedenserziehung wäre notwendig, und Konflikte sollten grundsätzlich ohne Waffen gelöst werden.
Friedbert Mühldorfer am Donnerstag, 30. Juni 2011
Danke für die mutige Entscheidung und das schöne Vorbild!
Friedbert Mühldorfer
Lehrer am Louise-Schroeder-Gymnasium München
Jan Reiter am Donnerstag, 30. Juni 2011
Bitte auch den Kontakt mit der Polizei sofort einstellen. Mir sind Fälle bekannt, wo die Polizei Konflikte nicht friedlich sondern mit gewaltsamen Mitteln löste. Dies widerspricht eindeutig dem Auftrag der Schule, Kinder zum gewaltlosen Lösen von konflikten anzuhalten.
Selbstverständlich muss auch bei kriminellen Handlungen oder gar einem Amoklauf eines Wahnsinnigen in der Schule das Informieren der Polizei strikt unterbleiben.
Im Falle eines Amoklaufes muss der Täter im Sinne einer friedlichen Konfliktlösung allein durch Diskussion zum Aufgeben gebracht werden. Die Teilnehmer der Schulkonferenz sind dazu sicher bereit.
Wenn schon pazifistisch, dann konsequent.
Nur, liebes Robert Blum Gymnasium, ich nehme Euch Euren Pazifismus nicht ab.
Andreas Leinenbach am Freitag, 1. Juli 2011
Diese Entscheidung ist in der heutigen Zeit einfach falsch und erzieht Kinder dazu, die Bundeswehr als einen “Freind” zu sehen.
Die Soldatinnen und Soldaten haben einen Eid auf UNSERE Verfassung geschworen. „Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“
Die Menschen stehen für unsere Freiheit ein und bezahlen das leider nicht selten mit ihrem Leben. Die Bundeswehr als exekutive Institution gehört genauso zu unserem demokratischen System wie Polizei, Regierungen etc.
Und um es hier noch einmal klar zu stellen. Auslandseinsätze sind NICHT verfassungswidrig. Dies wird durch den Artikel 24 GG eindeutig geregelt und ist vom Bundesverfassungsgericht bestätigt worden.
Zu Horst köhler möchte ich auch noch ein paar Worte verlieren: Er sagte, wir sichern unsere Handelswege. Jeder kann im Weisbuch nachlesen, dass dies eines der Ziele für die kommenden Jahre ist.
Machen Sie sich Gedanken über ihre Entscheidung.
Mit gymnasialen Grüßen
Andreas Leinenbach, Abiturient mit LK Gemeinschaftskunde
Peter Nowak am Freitag, 8. Juli 2011
Hinweis auf Artikel im Neuen Deutschland zur militärfreien Schule hier:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/201629.weniger-protestcamps-mehr-lohnkaempfe.html
Peter Nowak am Freitag, 8. Juli 2011
Sorry, das war der falsche Link, hier ist der richtige:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/201589.farbe-bekennen-gegen-olivgruen.html
Gräber am Freitag, 15. Juli 2011
Der Landesverband Berlin der SJD-Die Falken begrüßt den Beschluß der Schulkonferenz gegen die Präsenz der Bundeswehr an der Schule und die damit verbundene Indoktrination der SchülerInnen.
Wir freuen uns, daß damit ein mutiges Zeichen gesetzt wurde gegen die fortschreitende Militarisierung der deutschen Außenpolitik. Es wäre zu wünschen, daß alle Schulen der Verantwortung für Leben und Gesundheit der ihnen anvertrauten jungen Menschen in gleicher Weise gerecht würden.
f.d.Landesvorstand
i.A.
Holger Gräber
Geschäftsleitung
Schaue am Donnerstag, 21. Juli 2011
Endlich hat mal eine Bildungseinrichtung den Mut, das Militär nicht an die erste Stelle zu lassen, was nämlich der Staat macht. Herr Roland Vogler-Wander, ich muss Ihnen heftig widersprechen, nicht die den Mut haben sich gegen Gewalt und Militär einzusetzen, sondern die diejenigen,die sich dafür einsetzen, das sind die größten “Kleingeister” weil sie sich überhaupt nicht im klaren sind, was Militär und Gewalt in dieser Welt furchtbares angerichtet haben. Durch die Wehrpflicht in Deutschland sind die beiden Weltkriege erst möglich gemacht wurden. Gerade Deutschland hat eine große Verantwortung nach der Überzeugung dieses Gymnasiums zu leben und das Militär immer mehr abzubauen und mit friedlichen Mitteln Konflikte zu lösen.
Schaue, Armin Leipzig
Ch.Ewert am Mittwoch, 3. August 2011
Sehr geehrter Schulleiter Herr Fiehn!
Ich bin beeindruckt und zugleich erstaunt,
daß ich von so viel Mut überrollt werde.
Ich dachte schon, ich währe alleine mit meiner Überzeugung. Meine Söhne habe ich pazifistisch-christlich erzogen und ich habe großes Glück das diese Prägung Früchte trägt. Keiner meiner Söhne wird je eine Waffe in die Hand nehmen.
Ich danke Ihnen und allen Initiatoren für den Weg den Sie gehen “man muß denken wie ein Held um handeln zu können wie ein Mensch” (Zitat).
Ich wünsche allen Lehren und Mitarbeitern, allen Eltern und Schülern
Mut und Kraft für die Zukunft,durch Ihr Handeln sind Sie ein Leuchtturm ind dieser haltlosen Zeit.
Herzlich grüßend Ch. Ewert