Undercover
mit Videointerviews
Die Projektgruppe „Undercover”, unter Leitung von Herrn Pagenkemper und Herrn Dr. Nack, beschäftigte sich mit der Frage: Wie rassistisch ist unsere Gesellschaft?
Zur Einführung in das Thema wurde den Schülern Günter Wallraffs Dokumentarfilm „Schwarz auf Weiß” vorgeführt, worin Wallraff sich selbst als „Schwarzer” tarnt und sich mit versteckter Kamera einen Einblick hinter die Fassade unserer Gesellschaft verschafft. Das Ergebnis seines einjährigen Projekts vermittelt folgende Erkenntnis: In Deutschland gibt es Rassismus. Wallraff bekommt am eigenen Leibe zu spüren, wie es ist „anders” zu sein.
Jedoch wird das Forschungsergebnis Wallraffs von der Projektgruppe „Undercover” stark kritisiert. Unter anderem wird behauptet, dass Wallraff extrem provokant vorgehe bei seinen Verhaltensweisen und sich bewusst in Gebiete begebe, wie z.B. auf mit NPD-Plakaten gesäumten Straßen in Ostdeutschland. Zurückweisungen, Beleidungen, Gewalt und Ausgrenzungen seien schon bei den Preferenzen vorbestimmt. Es erwecke den Anschein als hätte Wallraff nach genau dieser Art von Rassismus gesucht, und es letztendlich gefunden. Wallraff behauptet, dass nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt, ein unterschwellig verankerter Rassismus durch die Gesellschaft zieht.
Die Schüler der Projektgruppe sollten nun testen, ob Rassismus in unserer Gesellschaft tatsächlich so offensichtlich vorhanden ist, wie Wallraff es behauptet.
Das Testgebiet war das umliegende Kiez um das Robert-Blum-Gymnasium. Es wurden 4 Teams mit 4-5 Mitgliedern gebildet und mit Video-Camcordern ausgestattet in alle Himmelsrichtungen in Schöneberg ausgesandt um die Bewohner des Kiez’ zu interviewen. Ziel war es, durch geschickte Formulierung der Fragen, rassistisch tendierende Antworten zu erhalten. Unter anderem wurden überwiegend älteren „weißen” Herren Fragen gestellt wie: „Welche 3 Adjektive fallen Ihnen ein, wenn Sie das Wort Migrant hören?”, oder „Würden Sie dem Bau einer imposanten Moschee in unserem Kiez zustimmen?”.
Das Gesamtergebnis der Umfragen fiel erstaunlich positiv auf. Die „weißen” Bewohner unseres Kiezes erwiesen sich als recht Ausländerfreundlich und liberal. Anhand dieser Darlegung ist bewiesen, dass Rassismus zumindest nicht überall in Deutschland vertreten ist. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie ehrlich die Befragten zu unseren südländischen Interviewern waren!?!
Fazit: Für ein friedliches Miteinanderleben wird gegenseitiges Verständnis, Respekt voreinander und Menschlichkeit vorausgesetzt wird. In diesem Sinne, sollten Wir alles dafür tun, um diese Preferenzen für eine bessere Welt aufrecht zu erhalten.
Autor: Gökhan Nadir Kavuncu (2. Sem.)
Projektorganisation: Robert Blum Gymnasium
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