Orte

des Erinnerns

Im Rahmen des Projekttages am 21. März 2011 zu „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ am Robert-Blum-Gymnasium fand sich eine Gruppe zum Thema „Orte des Erinnerns“ zusammen.

Gemeinsam wollten wir Orte in Schöneberg aufsuchen, die an die Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung der Schöneberger Juden durch die Nationalsozialisten erinnern.

Zunächst besuchten wir die Löcknitz-Grundschule im Bayrischen Viertel. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen dieser Schule bauen schon seit mehreren Jahren im Rahmen des Projektes „Denk mal“ eine „Denksteinmauer“ auf ihrem Schulhof auf.

Die Schulleiterin und ausgewählte Schülerinnen und Schüler stellten uns ihre Arbeit vor, eine angeregte Diskussion entstand. Anschließend besichtigten wir die Denksteinmauer.

Ein Rundgang durch das Bayrische Viertel, früher auch Judenviertel genannt, schloss sich an, denn auch hier gibt es viele „Orte des Erinnerns“. An den Masten der Straßenlaternen sind Tafeln angebracht, die auf der Vorderseite ein Bild, auf der Rückseite einen Text zeigen. Sie sind in unterschiedlichen Blickrichtungen angebracht, damit die Passanten die verschiedenen Seiten sehen. Die Tafeln weisen auf die zunehmende Diskriminierung und Entrechtung der Berliner Juden während der Dritten Reiches hin, die schrittweise erfolgte.

An vielen Tafeln blieben wir stehen, ungläubig über derartige Verordnungen. Die daraus resultierenden Folgen für die jüdische Bevölkerung wurden lebhaft diskutiert.

Der Gang endete am Schöneberger Rathaus, in der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“. Die Ausstellung dokumentiert zurzeit in 136 Alben die Lebens- und Leidensgeschichte von jüdischen Bürgerinnen und Bürger aus Berlin Schöneberg und Tempelhof. Mit Bildern, Aussagen von Zeitzeugen und auch sehr persönlichen Dokumenten wird einem die Geschichte erfahrbar gemacht.

Nach einer kurzen Einführung durch eine Mitarbeiterin hatten wir Gelegenheit uns umzuschauen und anschließend uns individuell mit einer Biographie genauer zu befassen. Diese stellten wir dann den anderen Gruppenmitgliedern vor. Den Abschluss bildete ein Resümee des Tages.


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