Sei Muslim, sei Christ oder Ju

Religiöse Vielfalt in Berlin

Die Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe nannten zu Beginn des Workshops zu der Frage „Was verbinde ich persönlich mit dem Thema ?“ u.a. folgende Punkte:

  • Gehören Religion und Gewalt zusammen ?
  • Ist es richtig, Islam und Terror zu vergleichen ?
  • Ich bin selbst religiös und alle Religionen haben etwas Gemeinsames: das Beten.
  • Frauen mit Kopftuch können auch modern sein.
  • Fußball und Religion passen zusammen.
  • Wie kann es sein, dass Rassismus durch Religion legitimiert wird ?

Die Referentin berichtet: „Alle Schülerinnen und Schüler haben aufmerksam und sehr engagiert mitgemacht. Bei der Übung zu verschiedenen Einstellungen zum Thema Religionen ergaben sich interessante Diskussionen, vor allem zum Thema: Trägt Religion zur Unterdrückung der Frauen bei ? Hier gibt es auffallend unterschiedliche Meinungen von den Mädchen und Jungen, unabhängig davon, wie gläubig sie waren.“

Nach einer ersten Arbeitsphase in der Schule wurden in zwei Gruppen die Synagoge in der Oranienburger Straße und die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm besucht. „Bei beiden Besuchen entwickelten sich mit den Führungen sehr interessierte Gespräche. Die SchülerInnen stellten viele Fragen.“ (Äußerung der Referentin)

Was hat der Tag gebracht? „Ich habe meinen Horizont erweitert.“ – „Kontakt mit dem Judentum“ – „Mehr Informationen über die einzelnen Religionen“ – „Ich habe mehr über die Einstellungen anderer erfahren.“ – „Informationen über Religionen, mit denen ich nicht aufgewachsen bin“ – „Ich habe viel dazugelernt.“ –  „Betrachtung einer Synagoge“ – „Einblick in neue Religionen“ – „mehr Verständnis“ – „Ich habe selbst in meiner Religion einiges dazugelernt.“ – „Die Ähnlichkeiten von Judentum und Islam waren neu für mich.“ – „Mich hat überrascht, dass es viele Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Religionen gibt.“ (Aussagen der Schülerinnen und Schüler)

Orte

des Erinnerns

Im Rahmen des Projekttages am 21. März 2011 zu „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ am Robert-Blum-Gymnasium fand sich eine Gruppe zum Thema „Orte des Erinnerns“ zusammen. >>

Alle Workshops

PROJEKTTAG 21. MÄRZ 2011

Workshop-Angebote für alle Schülerinnen und Schüler

Nr. Titel / Thema Veranstalter
1 Mitläufer gesucht ! Ohne dich läuft nichts – Schule mit Courage: Wie erkenne ich Diskriminierungen und was kann man dagegen tun ? Landeskoordination SoRSmC
2 Rap-Workshop Landeskoordination SoRSmC
3 Theater-Workshop: I share gossip Landeskoordination SoRSmC
4a/b Interkulturelles Kochen Interkulturelles Haus / RBO
5 Mit Respekt und Toleranz Konflikte lösen – ein Kompaktkurs RBO
6 „Wer bin ich und wenn ja, wie viele ?“ (Fotoworkshop) RBO
7 Cybermobbing Herr Knop (Polizei)
8 Gotteshäuser in Berlin (Exkursion) Synagoge Oranienburger Straße, Moschee am Columbiadamm, Apostel-Paulus-Kirche
10 Orte des Erinnerns in Schöneberg Löcknitz-Grundschule, RBO, Haus am Kleistpark / Rathaus Schöneberg
11 Anne Frank – eine Geschichte für heute ? (Exkursion) Anne-Frank-Zentrum
12 7 x jung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt Gesicht zeigen
13 „Schublade offen ! Am Anfang war das Vorurteil“ (ein Workshop zu den Themen Rassismus, Migration und couragiertes Handeln) DGB-Jugend
14 „Egal geht nicht !“ (ein Workshop zum couragierten Handeln gegen menschenverachtende Einstellungen und Neonazis) DGB-Jugend
16 Was heißt hier „arm“ ? GIZ
17 homo, hetero, bi  & trans – alle gleich oder doch ganz anders ? Abqueer e.V.
18 Was sind „Stolpersteine“? (Exkursion) RBO, Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg
19 Workshop Radio Qrage Landeskoordination SoRSmC
20 Fremde bei uns: als Afrikaner/in  in Deutschland GIZ
21 Für Gleichberechtigung – gegen Unterdrückung im Namen der Ehre Projekt „Heroes“ bei Strohhalm e.V.
22 Jugendkulturen zwischen Islam und Islamismus Landeskoordination SoRSmC
23 „Stille Helden“ (Ausstellung) Gedenkstätte Stille Helden
24 „Monolizien – Die dunkle Seite der Macht …“ (ein Workshop zu Chancen, Interessen und Einflussmöglichkeiten in unserer Gesellschaft) DGB-Jugend
25 „Ab heute heißt du Sara“ (Ausstellung, Theaterworkshop; außerdem Theaterbesuch an einem Abend der gleichen Woche) Blindenwerkstatt Otto Weidt, RBO, Grips-Theater
26 Frieden und Konflikt GIZ
27 Sei Muslim, sei Christ oder Jude, sei Berlin LIFE e.V.
28 Die NS-Diktatur und ihre Gegner (GDW) Gedenkstätte Deutscher Widerstand
29 Theodor Bergmann: „Dann fangen wir von vorne an – (Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert“ RBO, Theodor Bergmann
30 HIV / AIDS – soziale und wirtschaftliche Katastrophe im südlichen Afrika GIZ
31 Menschenrechte GIZ
32 Talkshow-Produktion (Exkursion) RBO, Alex Offener Kanal Berlin
33 „Undercover“ – Diskriminierung: Momentaufnahmen im Kiez (Videoworkshop) RBO
34 „Welche Farbe hat mein Herz ?“ – Eine Wanderung zwischen den Welten, erzählt in Worten und Bildern (Kunst- und Literaturworkshop) RBO

 

I share gossip!

Theaterworkshop

Projektpartner: Landeskoordination “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

 

Monolizien

Die dunkle Seite der Macht

Ein Workshop zu Chancen, Interessen und Einflussmöglichkeiten in unserer Gesellschaft.

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HIV / AIDS

soziale und wirtschaftliche Katastrophe im südlichen Afrika

Projektpartner: GIZ

Welche Farbe

hat mein Herz?

- Eine Wanderung zwischen den Welten – erzählt in Worten und Bildern -

Denn mein Herz

murmelt das Lied

Moosalter Bäche der Wälder“

(ElseLasker-Schüler)

Anhand von Texten und Bildern der dichtenden Malerin und malenden Dichterin Else Lasker-Schüler setzten sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit den verschiedenen Identitäten dieser Künstlerin jenseits aller Festlegungen auf Geschlechter, Religionen und Kulturen auseinander und lernten so ihre besondere Art der Weltaneignung kennen.

Nachdem alle anschließend ihr eigenes Herz gemalt hatten, schrieb jeder/jede einen Text zu dem Herz eines/einer anderen.

Dein Herz (I)

Dein Herz zeigt, dass du traurig und verletzt bist und dass du viel gesehen hast. Es gibt ein paar schöne Momente, die du im Herzen aufbewahrt hast. Zum größten Teil hat dein Herz aber viel gelitten. Und das erkennt man daran., dass es an einigen Stellen blutet. Du liebst Musik und schöne Momente, bist spontan und leidenschaftlich. Du steckst aber durch die große schwarze Fläche anscheinend in einem Tief, was dir sehr nahe geht.

 

Dein Herz (II)

Ich glaube einen Wunsch nach Freiheit und eine Verbundenheit gegenüber der Natur zu sehen. Doch denke ich, dass dein Umfeld dich daran zu hindern sucht, jedenfalls wird der kopflose Vogel keine großen Reisen mehr unternehmen. Es schwingt eine gewisse Trauer mit den Blüten, obwohl sie bunt und kraftvoll wirken, weinen sie bittere Tränen. Du gibst dir jedoch alle Mühe, deinen Weg zu gehen, und scheinst ihn eisern zu verfolgen. Auch vermittelt dein Bild einen Hauch von Eleganz in Form einer Pfauenfeder, jedoch tut sich mir ein Rätsel auf, ich weiß nicht, was das Gebilde anstelle eines Kopfes sein könnte.

 

Dein Herz (III)

Dein Herz ist bunt und fröhlich,

es leuchtet in tausend Farben,

allerdings findet man in deinem Herz

auch Narben und Löcher,

du bist also nicht unversehrt vom Schmerz.

Doch du gibst nicht auf und weiter sprudeln

die Farben,

in alle Richtungen, die Welt ist groß und

weit, alle Türen stehen dir offen.

 

Dein Herz (IV)

Dein Herz hat viele Facetten, es ist gestaltet in vielen Farben. Es zeichnet sich aus durch viele Charakterstärken, viel Freude und Fröhlichkeit. Für dich ist die Liebe, Freundschaft, Hoffnung und Treue sehr wichtig. Die dunklen Streifen zeigen die schlechten Seiten an dir, deine Charakterschwächen. Dein Herz ist insgesamt ein bunt kariertes, gewürfeltes, gepunktetes Herz. Es besitzt die Farbe eines Regenbogens.


 

 

Wer bin ich und wenn ja wie vi

Fotoworkshop

„Es war ein merkwürdiges Gefühl ein Mann zu sein, eine schöne Erfahrung zu wissen wie es sich anfühlt einen Bart zu haben.

>>

Rap

Ein Rap über Deutschland, Berlin, die Schule und das Leben!
Hier zum Anhören!!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Projektorganisation: Landeskoordination “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

Undercover

mit Videointerviews

Die Projektgruppe „Undercover”, unter Leitung von Herrn Pagenkemper und Herrn Dr. Nack, beschäftigte sich mit der Frage: Wie rassistisch ist unsere Gesellschaft? >>

Radio Q-Rage

SchülerInnen des Workshops Radio Q-Rage haben gemeinsam eine Radiosendung produziert. Hier ist ein Interview mit Cengiz Koc, einem bekannten Boxer und Schulpaten unserer Schule, zu hören. Das Interview hier als mp3 zum Anhören!

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Projektorganisation: Landeskoordination “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”
Projektorganisation: Landeskoordination “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

Theo Bergmann

"Dann fangen wir von vorne an..." Ein Zeitzeuge berichtet

21.03.2011, 08:20 Uhr, ein Montagmorgen – Projekttag des Robert Blum Gymnasium in der internationalen Woche gegen Rassismus.

Wir betreten den Raum und erblicken einen freundlich aussehenden älteren Herrn. Sein Name ist Theodor Bergmann. Er schaut uns lächelnd an und wirkt auf Anhieb unglaublich sympathisch. Nach und nach trifft der Rest des Kurses ein. Alle sitzen und warten ungeduldig. auf den Beginn der Stunde. Mit einer kurzen Ansprache eröffnen Frau Gatterer und Herr Schäfer den Projekttag und stellen Herrn Bergmann kurz vor. Im Hintergrund beobachtet Herr Bergmann neugierig die Gesichter der Schüler. Dann wird der Raum verdunkelt und der Film „Dann fangen wir von vorne an – (Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert“ beginnt. Dieser Film beschreibt den interessanten Lebenslauf von Theodor Bergmann.

Er erblickte am 07.03.1916, als das siebte von acht Kindern, das Licht der Welt. Schon in früher Jugend wurde er von seinen älteren Brüdern politisch beeinflusst. Sie waren politisch engagiert und lehrten ihn, sich seine eigene Meinung in Hinsicht auf die Politik zu bilden.

Seine drei älteren Brüder waren bei der SPD und seine drei jüngeren waren bei der KPD aktiv. 1933 verließ er auf den Rat seiner Eltern das Land, denn diese ahnten die gewaltsamen Übergriffe des Nazi-Regimes und emigrierte nach Palästina. 1934 kamen auch seine Eltern und seine jüngere Schwester nach Jerusalem. In den darauffolgenden Jahren bereiste Theodor Bergmann die Tschechoslowakische Republik, studierte Agrarwissenschaften und ging nach Schweden. 1946 kehrte er in das vom Krieg zerstörte Berlin zurück. Seit diesem Zeitpunkt arbeitet er als Journalist und später als Professor an der Universität Hohenheim. Bis heute bleibt er sehr aktiv in der politischen „Szene“. Er ist Mitglied der Partei „ Die Linke“ und bezeichnet sich selbst als kritischen Kommunisten.

Nach dem informativen Film leiteten wir eine Frage-Antwort-Runde ein, die sich dann zu einer kleinen Diskussionsrunde entwickelte. Man könnte meinen, dass hier zwei komplett verschiedene Welten aufeinander prallten, aber das Gegenteil war der Fall. Herr Bergmann ist ein zeitbewusster moderner Mensch, der sehr gut auf andere eingeht. Diese Eigenschaften machten die Diskussionsrunde zu einem angenehmen Zusammentreffen verschiedener Standpunkte und regten uns zum Nachdenken an. Wie schon Platon sagte: „Die Redekunst ist die Kunst des Überredens.“ Seine Rhetorik brachte alle dazu, aufmerksam seinen Worten zu folgen. Letztendlich ist Herr Bergmann ein unglaublich beeindruckender Mensch.

Seine Lebenserfahrung, seine Art, das Leben so zu nehmen, wie es ist, seine positive Einstellung, immer nach vorn zu schauen und seine immense Selbstdisziplin inspirieren und motivieren, selbst die größten Dinge in Angriff zu nehmen ohne die Angst, zu scheitern.

In wenigen Stunden hat er es geschafft, uns in seinen Bann zu reißen und uns an seiner Geschichte teilhaben zu lassen.

Der Tag mit Theodor Bergmann war erkenntnis- und aufschlussreich. Ich glaube, alle werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass man einen solchen Tag mit Herrn Bergmann wiederholen sollte.

Madeleine Krösel



Projektorganisation: Robert Blum Gymnasium

Stolpersteine

„Was sind Stolpersteine?“

Zuerst richtet sich der Dank an Frau Liebau und Herrn Kühn vom Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg. Sie haben durch ihre Vorbereitung und Begleitung des – auch für sie neuartigen – Workshops den Erfolg der Veranstaltung ermöglicht.

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Kochen für Kids

interkulturell

Wir Schüler aus der Robert-Blum Oberschule aus der 7a 7b 7e und 9a waren heute im interkulturellen Haus in Schöneberg. Dort haben wir zuerst sehr alte und lustige Kochschürzen bekommen, >>

Talkshow

Projekttag

SchülerInnen befragen die Autorin Irja Kass, die ihr erstes Buch “Tot auf Probe” herausgebracht hat. Sendetermin im Offenen Kanal Alex am Sonntag, den 17. April um 15 Uhr. >>