Konfliktlösungswege

Die offene Kommunikation innerhalb der Schulgemeinschaft ist eine grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Schülern und Schülerinnen, Eltern und Lehrkräften. Sie bietet Raum für Kritik, Anregungen und Beschwerden.

Beschwerden sind ein Schritt zur Konfliktlösung und können darüber hinaus auch Impulse für Verbesserungen (Korrekturen und Fortschritt) geben, wenn sich die Beteiligten an gewisse Regeln halten. Dazu sind Handlungsempfehlungen entwickelt worden, die einen konstruktiven Umgang mit Beschwerden und damit ein positives Schulklima fördern. Beschwerden werden am Robert Blum Gymnasium ernst genommen und dahingehend untersucht, ob sie auf ein individuelles oder ein generelles Problem verweisen.

Es ist bitte zu bedenken:

  1. Jede Person darf Wertschätzung und Respekt erwarten.
  2. Sachverhalte werden von den Beteiligten eines Konfliktes aus der eigenen Perspektive und nicht immer objektiv geschildert.
  3. Verhalten ist immer situationsbedingt: Jede Person kann in einer Situation überfordert oder persönlich betroffen sein und emotional reagieren.

Konflikte – Handlungsempfehlungen

Wer mit einer Beschwerde konfrontiert wird, sollte zunächst prüfen, um welches Problem es sich handelt und gegen wen (oder was) sich die Beschwerde richtet. Sollte sich die angesprochene Person nicht zuständig fühlen, nimmt sie zu der vorgetragenen Beschwerde keine Stellung und verweist auf das Konzept „Konfliktlösungswege am Robert Blum Gymnasium“ oder vermittelt im Konfliktlösungsprozess.

Konfliktlösungsgespräche sollten …

  • persönlich zu verabredeten Terminen geführt werden
  • mit zeitlichem und emotionalem Abstand geführt werden
  • in einem sachlichen Ton geführt werden
  • keine Vermutungen, Unterstellungen oder Unwahrheiten beinhalten
  • auf Anklage und Beleidigung verzichten
  • den Standpunkt der anderen Seite zulassen
  • ggf. protokolliert werden
  • ggf. Personen des Vertrauens für beide Seiten zulassen
  • ggf. problemlösende Vereinbarungen als Ziel haben, die nach angemessener Zeit überprüft werden

Konfliktlösungsgespräche – Ansprechpartner

Beschwerden sollten zunächst immer dort vorgetragen werden, wo der Konflikt aufgetaucht ist, um im direkten Dialog eine Lösung zu erreichen. Grundsätzlich sollten also erst die Betroffenen selbst miteinander reden. Erst wenn auf dieser Ebene keine Lösung gefunden wird, sollten andere Ebenen hinzugezogen werden. In Ausnahmefällen, insbesondere in Krisensituationen, bei gravierenden Dienstpflichtverletzungen oder bei Straftaten, können diese Wege nicht eingehalten werden.

  • Bei Konflikten zwischen Schüler*innen und Schüler*innen sollten, wenn das Gespräch der  Betroffenen miteinander nicht zum Erfolg führte, Konfliktlots*innen/Klassen-sprecher*innen/Eltern hinzugezogen werden.
  • Bei Konflikten zwischen Schüler*innen und Lehrkräften sollten zuerst die Schüler*innen/Eltern und die Lehrkraft miteinander reden.
  • Bei Konflikten zwischen einer Klasse und einer Lehrkraft sollten zuerst die Klassensprecher*innen der Klasse oder die Elternvertreter mit der Klassenleitung / Fachlehrkraft reden (Klassenstunde, Stuhlkreis, Klassenrat).
  • Bei Konflikten eine Jahrgangsstufe betreffend sollten zuerst die Klassensprecher / Jahrgangssprecher / Eltern mit den verantwortlichen Pädagogischen Koordinatoren reden.
  • Bei Konflikten, die Verwaltung, Organisation und Entwicklung der Schule betreffend, sollte der SV-Vorstand / GEV-Vorstand mit der Schulleitung reden.

Die Graphiken veranschaulichen die Vorgehensweisen bei Konflikten:

konfliktlösungswege1

 

konfliktlösungswege2

 

konfliktlösungswege3

 

konfliktlösungswege4