Sozialer Trainingsraum

Im Schuljahr 2012/2013 wurde der Soziale Trainingsraum am Robert Blum Gymnasium nach einer von externen Fachleuten begleiteten Implementierungsphase eingerichtet. Das Trainingsraumkonzept ist verankert im Schulprogramm. Es ist Bestandteil eines pädagogischen Handlungskonzeptes. Die Arbeit mit dem Trainingsraumkonzept ist im Kontext „soziales Lernen”, worunter u.a. die Förderung emotional-sozialer Kompetenzen zu verstehen ist, zu betrachten.

Folgende Ziele werden mit dem Trainingsraumkonzept verfolgt:

– Schulung der Problemlösungskompetenz sowie Übernahme von Eigenverantwortung

– Reduzierung von Unterrichtsstörungen

– konstruktiver Umgang mit Unterrichtsstörungen

– Einbettung in ein pädagogisches Konzept, das die Kooperation zwischen Elternhaus und Schule systematisch verfolgt und dabei ressourcen- und lösungsorientiert  handelt

– Anregung zur  Auseinandersetzung über pädagogische Fragestellungen im Kollegium und Förderung von einheitlichem Handeln

Das Trainingsraumkonzept basiert auf der Überzeugung, dass der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule auch die Persönlichkeitsbildung, die sich an den Werten unserer Gesellschaft orientiert, beinhaltet  (Bründel, Heidrun/Simon, Erika. Die Trainingsraum-Methode. Weinheim und Basel 2007).

Ausgehend von der Annahme, dass Entscheidungen und Handlungen – so also auch Unterrichtsstörungen – zielgerichtet verlaufen, wird mit dem Trainingsraumkonzept der Reflexion über das eigene Handeln nicht nur ein Raum gegeben, sondern auch Zeit eingeräumt. Das Reflektieren über das Störverhalten wird aus dem Klassenzimmer ausgelagert – dort kann weiter das Recht auf störungsfreien Unterricht wahrgenommen werden. Im Trainingsraum sollen Handlungsalternativen zum störenden Verhalten oder auch ein Bewusstsein für die Eigenverantwortung bezogen auf die Handlungsentscheidungen des Einzelnen erarbeitet werden. Das Trainingsraumkonzept sieht ein stark ritualisiertes Verhalten im Umgang mit Unterrichtsstörungen vor.