Berufs- und Studienorientierung

Es ist ein Umbruch für Schülerinnen und Schüler, aus der engen Betreuung in Elternhaus und Schule heraus eine Entscheidung für die eigene berufliche Zukunft zu fällen. Der Übergang von der Schulzeit in die Arbeitswelt wird von Schülerinnen und Schülern unterschiedlich bestritten.

Das Robert Blum Gymnasium als Gymnasium mit bewusstem Praxisbezug arbeitet seit vielen Jahren mit außerschulischen Partnern wie der TU Berlin, dem Arbeitsamt, Sozialen Einrichtungen (bei der Durchführung des Praktikums „Soziales Lernen“) und Wirtschaftsunternehmen (bei der Durchführung des Betriebspraktikums) zusammen.

Unsere Aktivitäten im Bereich Berufs- und Studienorientierung knüpfen in der Sek I wie auch in der Sek II an die Schwerpunkte unseres Schulprogramms an. Dabei stehen folgende Kompetenzen im Vordergrund:

  • Eigenverantwortliches Arbeiten, Recherchieren und Entscheiden
  • Kommunikative Kompetenz innerhalb der eigenen wie auch mit anderen Sozialgruppen
  • Verantwortliches Nutzen moderner Medien
  • Projektorientiertes Arbeiten und Lernen
  • Selbstreflexion

Die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe haben die Möglichkeit regelmäßig an Ausbildungs- und Studienmessen teilzunehmen. Des Weiteren nimmt unsere Schule am Girl’s and Boy’s Day teil und engagiert sich regelmäßig an Wettbewerben wie beispielsweise dem Känguru-Wettbewerb (Mathematik), Chem-Kids (Chemie) oder Big Challenge (Englisch).

Darüber hinaus nehmen Schülerinnen und Schüler an Projekten der TU Berlin mit dem Ziel Teil, bei ihnen verstärkt das Interesse und erforderliche Fähigkeiten für Ausbildungs- und Studienfächer im MINT-Bereich, wie z.B. Mathematik, Informatik und Elektrotechnik zu entwickeln. Ein Projekt wie „Get it“ (Girls, Education, Technologie) fördert besonders die Begabung von Mädchen und jungen Frauen, „Roberta will über Bau von Lego-Robotern ebenfalls berufsbezogenes Lernen für Mathematik und Informatik Gender neutral unterstützen.

Über den Rahmen dieser bereits bestehenden Projekte und Kooperationen hinaus wird es zusätzlich als notwendig erachtet, den Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klassenstufe gezielt Praxiserfahrungen zu vermitteln und sie anzuhalten, sich bewusster und kontinuierlicher mit dem Prozess der Berufswahl auseinander zu setzen. Dadurch wäre es möglich, eine höhere Motivation, Selbstwirksamkeit und Zielorientierung für die Bildungsgänge zu erreichen und den Übergang in eine Ausbildung oder ein Studium effektiver und individueller vorzubereiten.

Bereits für das Sozialpraktikum in der 9. Klasse und das Betriebspraktikum in der 10. Klasse könnten auf dieser Basis die Einrichtungen und Unternehmen gezielter ausgewählt und die gesamten Erfahrungen im Hinblick auf die beruflichen Ziele der Schülerinnen und Schüler intensiver ausgearbeitet werden.

So könnten über das Setzen und Erreichen einzelner Meilensteine schrittweise die Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler erhöht und die dafür notwendigen Qualifizierungswege identifiziert werden.