Projekttag mit 30 Workshops

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Seit letztem Jahr führt unsere Schule diesen Titel, nun gab es den ersten Projekttag dazu.

Am Montag, 21. März 2011, hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, sich unter verschiedenen Aspekten diesem Leitsatz unserer Schule zu näher bzw. sich mit Aspekten des Rassismus, der Ausgrenzung und der Intoleranz auseinanderzusetzen.

Dazu wurden 30 verschiedene Workshops angeboten, in denen die Schülerinnen und Schüler sich z. B. mit Cybermobbing, interkulturellen Gerichten oder der “Farbe des Herzens” befassten, aber auch Gotteshäuser in Berlin kennen lernten und besuchten, “Orte des Erinnerns” aufsuchten oder die Geschichten der so genannten “Stolpersteinen” ergründeten. Es gab Rap-, Radio- und Theater – Workshops, Filme bzw. Videos zu speziellen Themen entstanden. Die Bandbreite der Workshops war beeindruckend. Es wurde sowohl in der Schule als auch außerhalb an den verschiedensten Orten im Bezirk erkundet, erforscht und gearbeitet.

Unter Mithilfe vieler externer Referentinnen und Referenten und den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern konnten die Schülerinnen und Schülern erfahren, welche Dimension unser Leitthema “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” hat.

Alle Workshops

PROJEKTTAG 21. MÄRZ 2011

Workshop-Angebote für alle Schülerinnen und Schüler

Nr. Titel / Thema Veranstalter
1 Mitläufer gesucht ! Ohne dich läuft nichts – Schule mit Courage: Wie erkenne ich Diskriminierungen und was kann man dagegen tun ? Landeskoordination SoRSmC
2 Rap-Workshop Landeskoordination SoRSmC
3 Theater-Workshop: I share gossip Landeskoordination SoRSmC
4a/b Interkulturelles Kochen Interkulturelles Haus / RBO
5 Mit Respekt und Toleranz Konflikte lösen – ein Kompaktkurs RBO
6 „Wer bin ich und wenn ja, wie viele ?“ (Fotoworkshop) RBO
7 Cybermobbing Herr Knop (Polizei)
8 Gotteshäuser in Berlin (Exkursion) Synagoge Oranienburger Straße, Moschee am Columbiadamm, Apostel-Paulus-Kirche
10 Orte des Erinnerns in Schöneberg Löcknitz-Grundschule, RBO, Haus am Kleistpark / Rathaus Schöneberg
11 Anne Frank – eine Geschichte für heute ? (Exkursion) Anne-Frank-Zentrum
12 7 x jung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt Gesicht zeigen
13 „Schublade offen ! Am Anfang war das Vorurteil“ (ein Workshop zu den Themen Rassismus, Migration und couragiertes Handeln) DGB-Jugend
14 „Egal geht nicht !“ (ein Workshop zum couragierten Handeln gegen menschenverachtende Einstellungen und Neonazis) DGB-Jugend
16 Was heißt hier „arm“ ? GIZ
17 homo, hetero, bi  & trans – alle gleich oder doch ganz anders ? Abqueer e.V.
18 Was sind „Stolpersteine“? (Exkursion) RBO, Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg
19 Workshop Radio Qrage Landeskoordination SoRSmC
20 Fremde bei uns: als Afrikaner/in  in Deutschland GIZ
21 Für Gleichberechtigung – gegen Unterdrückung im Namen der Ehre Projekt „Heroes“ bei Strohhalm e.V.
22 Jugendkulturen zwischen Islam und Islamismus Landeskoordination SoRSmC
23 „Stille Helden“ (Ausstellung) Gedenkstätte Stille Helden
24 „Monolizien – Die dunkle Seite der Macht …“ (ein Workshop zu Chancen, Interessen und Einflussmöglichkeiten in unserer Gesellschaft) DGB-Jugend
25 „Ab heute heißt du Sara“ (Ausstellung, Theaterworkshop; außerdem Theaterbesuch an einem Abend der gleichen Woche) Blindenwerkstatt Otto Weidt, RBO, Grips-Theater
26 Frieden und Konflikt GIZ
27 Sei Muslim, sei Christ oder Jude, sei Berlin LIFE e.V.
28 Die NS-Diktatur und ihre Gegner (GDW) Gedenkstätte Deutscher Widerstand
29 Theodor Bergmann: „Dann fangen wir von vorne an – (Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert“ RBO, Theodor Bergmann
30 HIV / AIDS – soziale und wirtschaftliche Katastrophe im südlichen Afrika GIZ
31 Menschenrechte GIZ
32 Talkshow-Produktion (Exkursion) RBO, Alex Offener Kanal Berlin
33 „Undercover“ – Diskriminierung: Momentaufnahmen im Kiez (Videoworkshop) RBO
34 „Welche Farbe hat mein Herz ?“ – Eine Wanderung zwischen den Welten, erzählt in Worten und Bildern (Kunst- und Literaturworkshop) RBO

 

HIV / AIDS

soziale und wirtschaftliche Katastrophe im südlichen Afrika

Projektpartner: GIZ

I share gossip!

Theaterworkshop

Projektpartner: Landeskoordination “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

 

Kochen für Kids

interkulturell

Wir Schüler aus der Robert-Blum Oberschule aus der 7a 7b 7e und 9a waren heute im interkulturellen Haus in Schöneberg. Dort haben wir zuerst sehr alte und lustige Kochschürzen bekommen,die wir anziehen mussten. Wir hatten vor Pasta mit Tomatensoße Napoli selbst herzustellen. Die aller erste Regel heißt : HÄNDE WASCHEN !!!  Danach haben wir uns ans Werk gemacht. Wir haben Eier, Olivenöl, Mehl, Hartweizengrieß und dazu etwas Salz miteinander vermischt und es zu einer festen Teigmasse geknetet. Die Teigmasse haben wir durch so eine seltsame Nudelmaschine gewalzt. Anschließend haben wir die Teigplatten mit einer anderen Nudelmaschine in dünne Bänder geschnitten.

Danach haben wir Die Tomaten Soße angerichtet. Wir haben Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Honig, Petersilie, Frischen Basilikum, Salz und Pfeffer dazu benötigt. Nun haben wir alles miteinander zubereitet und Fertig war die Tomatensoße Napoli. Als wir die Nudeln in den rieeeesigen Kochtopf gekocht haben, hatten wir noch ein wenig Zeit, eine Spielrunde im Raum neben an zu nehmen. Wir spielten gegeneinander Kicker und hörten Musik. Als den Nudeln die Lust verging, im heißen Wallpool zu kochen und zu schwitzen, holten wir sie mit einer großen Kelle heraus und anschließend ab zum abschrecken. die Die Mädels deckten den Tisch und die Jungen holten die Töpfe- mit Nudeln & Soße. Wir aßen genüsslich unsere Speisen und es schmeckte uns sau gut J. „Nachschlaaaag“ rief der nächste und der nächste…

Wir räumten gemeinsam auf und machten den Abwasch.

DAS WAR EIN TOLLER PROJEKTTAG MIT SPAß & VERGNÜGEN!!!

Amal & Tanyel

Tomatensoße Napoli - Basisrezept für Tomatensoße

Zutaten:

1 kg voll ausgereifte, aromatische Tomaten oder 2 große Dosen/ Pakete Pizza-Tomaten (800 g), 1 große Zwiebel oder 1 Bd. Frühlingszwiebeln, 1-2 Knoblauchzehen, 4 EL Olivenöl, 1 TL Honig, 1 Bund glatte Petersilie, frisches Basilikum oder Oregano, Salz und Pfeffer aus der Mühle, nach Wunsch geriebenen Parmesan-Käse

Zubereitung.

Die Tomaten in einer Schüssel mit kochendem Wasser überbrühen, häuten, entkernen und das Fruchtfleisch grob würfeln. Wenn Sie gestückelte Dosentomaten verwenden, die Flüssigkeit mit benutzen. Die Kräuter waschen, trockenschütteln, die Blätter von den Stielen zupfen und hacken.

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken (evtl. bei Frühlingszwiebeln den weißen Teil würfeln, das Grüne in ganz feine Ringe schneiden). Das Öl in einem Topf erhitzen, die klein gehackten Zutaten hinzufügen und bei mittlerer Hitze unter Rühren weich dünsten. Dann die Tomatenwürfel und die Hälfte der abgezupften Kräuter sowie den Honig dazu geben.

Die Soße weitere 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die restlichen Kräuter untermischen.

Varianten: mit mediterranen Kräutern wie Thymian, Salbei, Rosmarin oder Oregano würzen. Oder zwei fein gehackte Sardellenfilets zufügen. Oder fein geschnittene schwarze Oliven oder gebratene Speckwürfel beimischen.

Die Pasta (Nudeln) in reichlich gesalzenem Wasser “al dente”, bissfest, also nicht zu weich kochen. Für den Klassiker “Spaghetti Napoli” oder Spaghetti mit Tomatensoße, wie es auf Deutsch heißt, verwendet man natürlich keine andere Nudelsorte außer Spaghetti!

Die Spaghetti auf vier Tellern anrichten und die Tomatensoße darüber verteilen. Zum Schluss noch etwas frischen Parmesan darüber reiben. Buon appetito!

Pasta selber machen

Pro Ei (Größe M) 100-125 g Mehl (evtl. 1/3 der Menge Hartweizengrieß). Die exakte Menge des Mehls hängt von der Größe des Eies ab. Diese Menge ergibt dann ungefähr auch die Beilage für eine Portion. Dazu bei 4 Portionen 1 EL Olivenöl, etwas Salz.

So, und was für Mehl nimmt man? Am einfachsten das Weizenmehl 405. Aber auch Hartweizengrieß geht gut und kommt den Tütennudeln am nächsten. Man kann natürlich auch (z.B. 2/3 zu 1/3) mischen, aber immer gilt: 1 Ei und 100-125 g Mehl.

Zuerst Eier, Salz und Olivenöl in einer Schüssel verquirlen. Dann das Mehl mit einer Gabel dazu rühren. Am besten geht es nun mit den Händen weiter. Am Anfang klebt das Zeug fürchterlich, aber je mehr Mehl die Eier aufnehmen, desto glatter und geschmeidiger wird der Teig. Ist alses Mehl aufgenommen, knetet man den Teig am besten ca. 10 Minuten auf der Arbeitsplatte weiter.

Wenn der Teig nicht mehr klebt, geht’s mit der Nudelmaschine weiter. Ohne Nudelmaschine ist es eine sehr schweißtreibende Tätigkeit. Man teilt den Teig in mehrere Kugeln, die man einzeln in der Nudelmaschine weiterverarbeitet. Dazu muss man die restlichen Teigkugeln unbedingt mit einem Küchenhandtuch abdecken, sonst trocknen sie aus, während man mit einer arbeitet.

Zum Kneten des Teiges wird die Nudelmaschine auf Stufe 1 gestellt (weitester Walzenabstand). Das, was hinten aus der Maschine herauskommt, wird wieder zusammengefaltet, bis der Teig absolut glatt aus der Maschine kommt. Man stellt die Nudelmaschine nun immer etwas enger ein (die mittlere Stellung sollte nach 10-12-mal durchnudeln erreicht sein). Diese Teigplatten lässt man nun – natürlich abgedeckt – ruhen und nudelt den restlichen Teig durch.

Nun werden die Teigplatten zu der eigentlichen Dicke verarbeitet. Man stellt also die Nudelmaschine nach und nach dünner ein, ohne den Teig zusammenzufalten. Wird das Teigband zu lang, scheidet man es einfach ab. Zum Schluss setzt man den entsprechenden Vorsatz auf die Maschine für die Nudelsorte, die man möchte. (Für Spaghetti nicht bis zum minimalen Walzenabstand ausrollen, sonst werden sie nicht richtig rund.)

Grüne Nudeln bekommt man, wenn man Spinatsaft in den Teig arbeitet, rote mit Paprikapulver.

 

Projektorganisation: Interkulturelles Haus, Robert Blum Gymnasium

Monolizien

Die dunkle Seite der Macht

Ein Workshop zu Chancen, Interessen und Einflussmöglichkeiten in unserer Gesellschaft.

Projektpartner: DGB-Jugend

Orte

des Erinnerns

Im Rahmen des Projekttages am 21. März 2011 zu „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ am Robert-Blum-Gymnasium fand sich eine Gruppe zum Thema „Orte des Erinnerns“ zusammen.

Gemeinsam wollten wir Orte in Schöneberg aufsuchen, die an die Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung der Schöneberger Juden durch die Nationalsozialisten erinnern.

Zunächst besuchten wir die Löcknitz-Grundschule im Bayrischen Viertel. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen dieser Schule bauen schon seit mehreren Jahren im Rahmen des Projektes „Denk mal“ eine „Denksteinmauer“ auf ihrem Schulhof auf.

Die Schulleiterin und ausgewählte Schülerinnen und Schüler stellten uns ihre Arbeit vor, eine angeregte Diskussion entstand. Anschließend besichtigten wir die Denksteinmauer.

Ein Rundgang durch das Bayrische Viertel, früher auch Judenviertel genannt, schloss sich an, denn auch hier gibt es viele „Orte des Erinnerns“. An den Masten der Straßenlaternen sind Tafeln angebracht, die auf der Vorderseite ein Bild, auf der Rückseite einen Text zeigen. Sie sind in unterschiedlichen Blickrichtungen angebracht, damit die Passanten die verschiedenen Seiten sehen. Die Tafeln weisen auf die zunehmende Diskriminierung und Entrechtung der Berliner Juden während der Dritten Reiches hin, die schrittweise erfolgte.

An vielen Tafeln blieben wir stehen, ungläubig über derartige Verordnungen. Die daraus resultierenden Folgen für die jüdische Bevölkerung wurden lebhaft diskutiert.

Der Gang endete am Schöneberger Rathaus, in der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“. Die Ausstellung dokumentiert zurzeit in 136 Alben die Lebens- und Leidensgeschichte von jüdischen Bürgerinnen und Bürger aus Berlin Schöneberg und Tempelhof. Mit Bildern, Aussagen von Zeitzeugen und auch sehr persönlichen Dokumenten wird einem die Geschichte erfahrbar gemacht.

Nach einer kurzen Einführung durch eine Mitarbeiterin hatten wir Gelegenheit uns umzuschauen und anschließend uns individuell mit einer Biographie genauer zu befassen. Diese stellten wir dann den anderen Gruppenmitgliedern vor. Den Abschluss bildete ein Resümee des Tages.

Radio Q-Rage

SchülerInnen des Workshops Radio Q-Rage haben gemeinsam eine Radiosendung produziert. Hier ist ein Interview mit Cengiz Koc, einem bekannten Boxer und Schulpaten unserer Schule, zu hören. Das Interview hier als mp3 zum Anhören!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Projektorganisation: Landeskoordination “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”
Projektorganisation: Landeskoordination “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

Rap

Ein Rap über Deutschland, Berlin, die Schule und das Leben!
Hier zum Anhören!!

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Projektorganisation: Landeskoordination “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

Sei Muslim, sei Christ oder Ju

Religiöse Vielfalt in Berlin

Die Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe nannten zu Beginn des Workshops zu der Frage „Was verbinde ich persönlich mit dem Thema ?“ u.a. folgende Punkte:

  • Gehören Religion und Gewalt zusammen ?
  • Ist es richtig, Islam und Terror zu vergleichen ?
  • Ich bin selbst religiös und alle Religionen haben etwas Gemeinsames: das Beten.
  • Frauen mit Kopftuch können auch modern sein.
  • Fußball und Religion passen zusammen.
  • Wie kann es sein, dass Rassismus durch Religion legitimiert wird ?

Die Referentin berichtet: „Alle Schülerinnen und Schüler haben aufmerksam und sehr engagiert mitgemacht. Bei der Übung zu verschiedenen Einstellungen zum Thema Religionen ergaben sich interessante Diskussionen, vor allem zum Thema: Trägt Religion zur Unterdrückung der Frauen bei ? Hier gibt es auffallend unterschiedliche Meinungen von den Mädchen und Jungen, unabhängig davon, wie gläubig sie waren.“

Nach einer ersten Arbeitsphase in der Schule wurden in zwei Gruppen die Synagoge in der Oranienburger Straße und die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm besucht. „Bei beiden Besuchen entwickelten sich mit den Führungen sehr interessierte Gespräche. Die SchülerInnen stellten viele Fragen.“ (Äußerung der Referentin)

Was hat der Tag gebracht? „Ich habe meinen Horizont erweitert.“ – „Kontakt mit dem Judentum“ – „Mehr Informationen über die einzelnen Religionen“ – „Ich habe mehr über die Einstellungen anderer erfahren.“ – „Informationen über Religionen, mit denen ich nicht aufgewachsen bin“ – „Ich habe viel dazugelernt.“ –  „Betrachtung einer Synagoge“ – „Einblick in neue Religionen“ – „mehr Verständnis“ – „Ich habe selbst in meiner Religion einiges dazugelernt.“ – „Die Ähnlichkeiten von Judentum und Islam waren neu für mich.“ – „Mich hat überrascht, dass es viele Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Religionen gibt.“ (Aussagen der Schülerinnen und Schüler)

Stolpersteine

„Was sind Stolpersteine?“

Zuerst richtet sich der Dank an Frau Liebau und Herrn Kühn vom Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg. Sie haben durch ihre Vorbereitung und Begleitung des – auch für sie neuartigen – Workshops den Erfolg der Veranstaltung ermöglicht.

Am Workshop „Was sind Stolpersteine?“ nahmen 17 Schüler aus den Klassenstufen 7 bis 9 teil. Das Vorwissen zur Fragestellung war bei allen Teilnehmern auf einem ähnlichen Niveau. Jeder kam auf irgendeine aber unterschiedliche Weise mit Stolpersteinen schon einmal in Berührung. Dementsprechend waren sowohl die Schüler als auch der Lehrer daran interessiert, Stolpersteinen in der Schulumgebung „auf die Spur“ zu kommen.

Zur inhaltlichen Einstimmung traf sich die Workshopgruppe um 08:15 Uhr im Computerraum der Schule. Dort recherchierten die Schüler zunächst einige Basics im Internet. Geklärt wurden bspw. Fragen wie: „Für wen werden Stolpersteine gesetzt?“ oder „Wer ist der Initiator des Stolpersteinprojektes?“, „Wo kann man Stolpersteine finden?“, „Was kostet ein Stolperstein?“, „Wann wurde der letzte Stolperstein in Berlin gesetzt?“ usw.

Um 09:30 Uhr traf die Gruppe Herrn Kühn vom Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg im Foyer der Schule. Von dort aus verfolgte die Gruppe nun tatsächlich die Spur von vier Stolpersteinen in der Kolonnen-, Vorwerk- und Hauptstraße. Die Schüler wagten erste Interpretationsversuche zu den Informationen der einzelnen Steine.

Gegen 10:15 Uhr kam die Gruppe im Archiv in der Hauptstraße an und traf auf Frau Liebau. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde legten die Schüler auch schon los. Sie recherchierten in Gruppen – quasi als junge Geschichtsforscher – Informationen zu den Schicksalen der vier Menschen, an die heute „nur noch“ ein etwa 15 x 15 cm großer, vergoldeter Pflasterstein erinnert. Frau Liebau und Herr Kühn hatten für die jungen Forscher Materialien vorbereitet, mittels derer die Schüler Informationen über das Leben der Opfer des NS-Regimes herausfinden konnten. Sie stellten sogar einen Originalstein zum Anfassen zur Verfügung.

Aber was heißt „nur noch … erinnert“? Die Schüler konnten feststellen, dass sich hinter einem einzelnen Stein ein tragisches Schicksal verbirgt. Jeder Stein erzählt heute eine Geschichte von Menschen. Und diese von den Nationalsozialisten ermordeten oder in den Tod getriebenen Menschen waren ganz normale Menschen. Sie waren anders, von der NS-Ideologie verschieden, lehnten diese ab und hatten und vertraten eine eigene Meinung, aber im Grunde waren sie Menschen mit einer Familie, einem Beruf und Freunden… ganz normale Menschen eben.

Die Schüler haben auch festgestellt, dass es gut ist, dass es dieses Stolpersteinprojekt gibt. Ein Projekt wider das Vergessen, der Mahnung und der Erinnerung.

Marco Winter, Lehrkraft

Projektorganisation: Robert Blum Gymnasium, Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg


Talkshow

Projekttag

SchülerInnen befragen die Autorin Irja Kass, die ihr erstes Buch “Tot auf Probe” herausgebracht hat. Sendetermin im Offenen Kanal Alex am Sonntag, den 17. April um 15 Uhr.

 

Talkshow-Schülerprojekt

“Junge Menschen im Kontakt mit Krebs”

Ein Gespräch mit der Autorin Irja Kass

Berlin, 9 Uhr 11 Schüler der Robert-Blum-Oberschule versammeln sich im Studio des Fernsehsenders Alex um im Rahmen ihres Projekttages ein Interview aufzunehmen.

Mit der Lehrerin und dem Betreuer versammeln sich alle im Besprechungsraum um einen Zeitplan einzurichten und die Aufgaben zu verteilen. Die Schüler sollen selbstständig die Technik sowie die Moderation übernehmen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, da es Schüler verschiedener Jahrgänge sind und sich zum Teil nicht kennen, werden die Aufgaben verteilt. Das Team besteht aus Serhat, Alex und Nicole, die die drei Kameras bedienen. Den Ton übernimmt Hümeyra. Den Bildschnitt macht Leo. Von Duygu wird das Licht eingestellt. Tamara und Vanessa übernehmen sowohl Regie als auch die Aufnahmeleitung. Es gibt ebenfalls die Redakteurin, Sara, die alle Schritte und die Sendung protokollieren soll. Die Moderatoren Daniel und Tabitha und der Gast, die Autorin Irja Kass sind die einzigen Personen im Setting.

Dieses Setting wird nach der Besprechung eingerichtet. Die Einrichtung des Studios beginnt pünktlich um 10 Uhr.

Gemeinsam wird ein Podest aufgebaut und die Sitzsituation bestimmt. Um den Gast nicht zu verwirren, wird dieser nicht zwischen die Moderatoren gesetzt, sondern gegenüber. Aus der Sitzsituation ergibt sich die Überkreuztechnik der Kameras. Eine Kamera wird auf die Moderatoren gerichtet, die zweite auf den Gast und die dritte zeigt das gesamte Studio, also die Totale.

Während der Kameraeinstellungen wird das Licht eingestellt, wobei die Haarfarbe und die Kleidung, der sich im Setting befindenden Personen, beachtet wird.

Nachdem jeder Schüler an seine Position gebracht wird, führt man einen Probedurchgang durch.

Da der Gast erst um 12:30 eintreten soll, nimmt die Redakteurin diesen Platz ein. Nach 15 Minuten erfolgreicher Probe, versammeln sich alle Schüler im Besprechungsraum und geben ein kurzes Feedback über die erste Erfahrung. Es werden zusätzlich Einzelheiten mit dem Betreuer besprochen um Fehler und Unprofessionalitäten zu vermeiden.

Es folgt eine 30 Minuten lange Pause bis 12 Uhr.

Um 12:30 Uhr trifft Irja Kass, der Gast, ein. Es wird noch einmal eine Generalprobe durchgeführt und um 13 Uhr angefangen die Sendung zu drehen.

Die Talkshow ist ein Gespräch zwischen Frau Irja Kass und ihren jüngsten Lesern.

Gesprächsthema ist das erste Buch der Autorin “Tot auf Probe” und die Reaktion sowie Eindrücke junger Menschen auf die Thematik mit der sich das Buch auseinandersetzt. Frau Irja Kass, eine hübsche junge Frau, leidet seit längerer Zeit unter Brustkrebs und wird als Statistisches Wunder gesehen, da sie trotz der Prognosen der Arzte weiterlebt. Die 42-jährige hat regelmäßig eine Chemotherapie, die sie am Leben hält. Lebensfreude aber auch schlechte Momente, Schmerz und das Gefühl der Ausgrenzung aus der Gesellschaft kommen in ihrem Buch zum Ausdruck.

Während eines kurzen Probedurchlaufes vor der Aufnahme, sind die Moderatoren so vertieft in das Gespräch mit der Autorin, dass die Sendung in Ungewissheit gedreht wird. Der Moderator Daniel spricht die Autorin auf die Diagnose an und fragt wie diese die Wende in ihrem Leben erlebt hatte. Der Autorin fiel es anfangs sehr schwer aber inzwischen sieht sie alles von einer anderen Seite und freut sich über jede Sekunde ihres Lebens. Sie wacht nicht mehr mit dem Gedanken auf sie hätte Krebs wie es anfangs war.

Nach der Diagnose möchte die Autorin reisen und möglichst viel erleben, erklärt die Estländerin. Sie erzählt den Schülern von ihrer Reise nach Thailand.” Ich habe dort die 8 schlimmsten Tage meines Lebens erlebt” erklärt sie. Trotzdem liebt sie das Reisen weiterhin, denn sie verdanke es dem Reisen, dass sie so lange lebt, wie sie selbst sagt. Sie möchte immer etwas anderes erleben und nicht ein Leben in der Routine.

Die Moderatoren hören gespannt zu und geben der Autorin ihren Eindruck, nachdem sie das Buch in der Schule gelesen haben. Das Buch wurde sehr gut aufgenommen meint Daniel. Frau Kass ist beeindruckt und findet es mutig sich mit diesem Thema in diesem Alter auseinanderzusetzen.

Der weitere Verlauf des Gespräches geht auf die Inhalte des Buches ein. Frau Irja Kass sagt, sie wolle ein Buch, dass auch lustig ist und das sie selber gerne lesen würde.

Die Moderatoren stimmen zu und gehen auf ein anderes Thema ein. Sie fragen die Autorin, ob ihr Mann Steffen, der die ganze Zeit über zu ihr gehalten hat, eine große Unterstützung für sie sei. Frau Kass erklärt, ihr Mann habe ihr sehr geholfen.” Ich versuche ihn nicht jeden Tag zu beanspruchen.” Solange sie Keine Schmerzen hat, hat sie gute Laune und ihr Mann somit ebenfalls. Sie lacht. Sie ist ihrem Mann sehr dankbar, denn wenn sie Hilfe braucht ist er immer für sie da. Die Autorin schenkt den Schülern ein glückliches Lächeln und die Talkshow wird beendet, nachdem Daniel und Tabitha, die Moderatoren, sich bei Frau Kass, für ihr Erscheinen, bedanken.

 

Ein Bericht von Sara Orlos

Berlin, 26.03.2011

 

 

Als Lifestream dann auch unter www.alex-berlin.de/tv zu sehen.

 

Theo Bergmann

"Dann fangen wir von vorne an..." Ein Zeitzeuge berichtet

21.03.2011, 08:20 Uhr, ein Montagmorgen – Projekttag des Robert Blum Gymnasium in der internationalen Woche gegen Rassismus.

Wir betreten den Raum und erblicken einen freundlich aussehenden älteren Herrn. Sein Name ist Theodor Bergmann. Er schaut uns lächelnd an und wirkt auf Anhieb unglaublich sympathisch. Nach und nach trifft der Rest des Kurses ein. Alle sitzen und warten ungeduldig. auf den Beginn der Stunde. Mit einer kurzen Ansprache eröffnen Frau Gatterer und Herr Schäfer den Projekttag und stellen Herrn Bergmann kurz vor. Im Hintergrund beobachtet Herr Bergmann neugierig die Gesichter der Schüler. Dann wird der Raum verdunkelt und der Film „Dann fangen wir von vorne an – (Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert“ beginnt. Dieser Film beschreibt den interessanten Lebenslauf von Theodor Bergmann.

Er erblickte am 07.03.1916, als das siebte von acht Kindern, das Licht der Welt. Schon in früher Jugend wurde er von seinen älteren Brüdern politisch beeinflusst. Sie waren politisch engagiert und lehrten ihn, sich seine eigene Meinung in Hinsicht auf die Politik zu bilden.

Seine drei älteren Brüder waren bei der SPD und seine drei jüngeren waren bei der KPD aktiv. 1933 verließ er auf den Rat seiner Eltern das Land, denn diese ahnten die gewaltsamen Übergriffe des Nazi-Regimes und emigrierte nach Palästina. 1934 kamen auch seine Eltern und seine jüngere Schwester nach Jerusalem. In den darauffolgenden Jahren bereiste Theodor Bergmann die Tschechoslowakische Republik, studierte Agrarwissenschaften und ging nach Schweden. 1946 kehrte er in das vom Krieg zerstörte Berlin zurück. Seit diesem Zeitpunkt arbeitet er als Journalist und später als Professor an der Universität Hohenheim. Bis heute bleibt er sehr aktiv in der politischen „Szene“. Er ist Mitglied der Partei „ Die Linke“ und bezeichnet sich selbst als kritischen Kommunisten.

Nach dem informativen Film leiteten wir eine Frage-Antwort-Runde ein, die sich dann zu einer kleinen Diskussionsrunde entwickelte. Man könnte meinen, dass hier zwei komplett verschiedene Welten aufeinander prallten, aber das Gegenteil war der Fall. Herr Bergmann ist ein zeitbewusster moderner Mensch, der sehr gut auf andere eingeht. Diese Eigenschaften machten die Diskussionsrunde zu einem angenehmen Zusammentreffen verschiedener Standpunkte und regten uns zum Nachdenken an. Wie schon Platon sagte: „Die Redekunst ist die Kunst des Überredens.“ Seine Rhetorik brachte alle dazu, aufmerksam seinen Worten zu folgen. Letztendlich ist Herr Bergmann ein unglaublich beeindruckender Mensch.

Seine Lebenserfahrung, seine Art, das Leben so zu nehmen, wie es ist, seine positive Einstellung, immer nach vorn zu schauen und seine immense Selbstdisziplin inspirieren und motivieren, selbst die größten Dinge in Angriff zu nehmen ohne die Angst, zu scheitern.

In wenigen Stunden hat er es geschafft, uns in seinen Bann zu reißen und uns an seiner Geschichte teilhaben zu lassen.

Der Tag mit Theodor Bergmann war erkenntnis- und aufschlussreich. Ich glaube, alle werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass man einen solchen Tag mit Herrn Bergmann wiederholen sollte.

Madeleine Krösel



Projektorganisation: Robert Blum Gymnasium

Undercover

mit Videointerviews

Die Projektgruppe „Undercover”, unter Leitung von Herrn Pagenkemper und Herrn Dr. Nack, beschäftigte sich mit der Frage: Wie rassistisch ist unsere Gesellschaft?

Zur Einführung in das Thema wurde den Schülern Günter Wallraffs Dokumentarfilm „Schwarz auf Weiß” vorgeführt, worin Wallraff sich selbst als „Schwarzer” tarnt und sich mit versteckter Kamera einen Einblick hinter die Fassade unserer Gesellschaft verschafft. Das Ergebnis seines einjährigen Projekts vermittelt folgende Erkenntnis: In Deutschland gibt es Rassismus. Wallraff bekommt am eigenen Leibe zu spüren, wie es ist „anders” zu sein.

Jedoch wird das Forschungsergebnis Wallraffs von der Projektgruppe „Undercover” stark kritisiert. Unter anderem wird behauptet, dass Wallraff extrem provokant vorgehe bei seinen Verhaltensweisen und sich bewusst in Gebiete begebe, wie z.B. auf mit NPD-Plakaten gesäumten Straßen in Ostdeutschland. Zurückweisungen, Beleidungen, Gewalt und Ausgrenzungen seien schon bei den Preferenzen vorbestimmt. Es erwecke den Anschein als hätte Wallraff nach genau dieser Art von Rassismus gesucht, und es letztendlich gefunden. Wallraff behauptet, dass nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt, ein unterschwellig verankerter Rassismus durch die Gesellschaft zieht.

Die Schüler der Projektgruppe sollten nun testen, ob Rassismus in unserer Gesellschaft tatsächlich so offensichtlich vorhanden ist, wie Wallraff es behauptet.

Das Testgebiet war das umliegende Kiez um das Robert-Blum-Gymnasium. Es wurden 4 Teams mit 4-5 Mitgliedern gebildet und mit Video-Camcordern ausgestattet in alle Himmelsrichtungen in Schöneberg ausgesandt um die Bewohner des Kiez’ zu interviewen. Ziel war es, durch geschickte Formulierung der Fragen, rassistisch tendierende Antworten zu erhalten. Unter anderem wurden überwiegend älteren „weißen” Herren Fragen gestellt wie: „Welche 3 Adjektive fallen Ihnen ein, wenn Sie das Wort Migrant hören?”, oder „Würden Sie dem Bau einer imposanten Moschee in unserem Kiez zustimmen?”.

Das Gesamtergebnis der Umfragen fiel erstaunlich positiv auf. Die „weißen” Bewohner unseres Kiezes erwiesen sich als recht Ausländerfreundlich und liberal. Anhand dieser Darlegung ist bewiesen, dass Rassismus zumindest nicht überall in Deutschland vertreten ist. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie ehrlich die Befragten zu unseren südländischen Interviewern waren!?!

Fazit: Für ein friedliches Miteinanderleben wird gegenseitiges Verständnis, Respekt voreinander und Menschlichkeit vorausgesetzt wird. In diesem Sinne, sollten Wir alles dafür tun, um diese Preferenzen für eine bessere Welt aufrecht zu erhalten.

Autor: Gökhan Nadir Kavuncu (2. Sem.)




Projektorganisation: Robert Blum Gymnasium

Welche Farbe

hat mein Herz?

- Eine Wanderung zwischen den Welten – erzählt in Worten und Bildern -

Denn mein Herz

murmelt das Lied

Moosalter Bäche der Wälder“

(ElseLasker-Schüler)

Anhand von Texten und Bildern der dichtenden Malerin und malenden Dichterin Else Lasker-Schüler setzten sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit den verschiedenen Identitäten dieser Künstlerin jenseits aller Festlegungen auf Geschlechter, Religionen und Kulturen auseinander und lernten so ihre besondere Art der Weltaneignung kennen.

Nachdem alle anschließend ihr eigenes Herz gemalt hatten, schrieb jeder/jede einen Text zu dem Herz eines/einer anderen.

Dein Herz (I)

Dein Herz zeigt, dass du traurig und verletzt bist und dass du viel gesehen hast. Es gibt ein paar schöne Momente, die du im Herzen aufbewahrt hast. Zum größten Teil hat dein Herz aber viel gelitten. Und das erkennt man daran., dass es an einigen Stellen blutet. Du liebst Musik und schöne Momente, bist spontan und leidenschaftlich. Du steckst aber durch die große schwarze Fläche anscheinend in einem Tief, was dir sehr nahe geht.

 

Dein Herz (II)

Ich glaube einen Wunsch nach Freiheit und eine Verbundenheit gegenüber der Natur zu sehen. Doch denke ich, dass dein Umfeld dich daran zu hindern sucht, jedenfalls wird der kopflose Vogel keine großen Reisen mehr unternehmen. Es schwingt eine gewisse Trauer mit den Blüten, obwohl sie bunt und kraftvoll wirken, weinen sie bittere Tränen. Du gibst dir jedoch alle Mühe, deinen Weg zu gehen, und scheinst ihn eisern zu verfolgen. Auch vermittelt dein Bild einen Hauch von Eleganz in Form einer Pfauenfeder, jedoch tut sich mir ein Rätsel auf, ich weiß nicht, was das Gebilde anstelle eines Kopfes sein könnte.

 

Dein Herz (III)

Dein Herz ist bunt und fröhlich,

es leuchtet in tausend Farben,

allerdings findet man in deinem Herz

auch Narben und Löcher,

du bist also nicht unversehrt vom Schmerz.

Doch du gibst nicht auf und weiter sprudeln

die Farben,

in alle Richtungen, die Welt ist groß und

weit, alle Türen stehen dir offen.

 

Dein Herz (IV)

Dein Herz hat viele Facetten, es ist gestaltet in vielen Farben. Es zeichnet sich aus durch viele Charakterstärken, viel Freude und Fröhlichkeit. Für dich ist die Liebe, Freundschaft, Hoffnung und Treue sehr wichtig. Die dunklen Streifen zeigen die schlechten Seiten an dir, deine Charakterschwächen. Dein Herz ist insgesamt ein bunt kariertes, gewürfeltes, gepunktetes Herz. Es besitzt die Farbe eines Regenbogens.


 

 

Wer bin ich und wenn ja wie vi

Fotoworkshop

„Es war ein merkwürdiges Gefühl ein Mann zu sein, eine schöne Erfahrung zu wissen wie es sich anfühlt einen Bart zu haben.

Während des Umkleidens gingen mir verschiedene Gedanken durch den Kopf; z.B. dachte ich zuerst, dass ich am Ende schrecklich aussehen werde oder das ich jetzt schon schrecklich aussehe …“

Gedanken, Gefühle und Erfahrungen der SchülerInnen beim Prozess des Verkleidens

„Das Ganze hat sehr viel Spaß gemacht. Es ist eine tolle Erfahrung zu sehen, wie man mit einer Verkleidung aussieht. Als erstes hat man zwar ein paar Hemmungen, aber wenn man sich überwindet, fühlt man sich gut.“

„Ich fand es ganz interessant in eine andere Rolle zu gehen.“

„Es hat Spaß gemacht und ich habe ein bisher unentdecktes Talent von mir gefunden. Ich habe die Anderen geschminkt und verkleidet.“

„Es war echt spannend zu sehen, wie man sich durch eine Verkleidung verändern kann.“

„Das Schminken und Verkleiden hat unheimlich viel Spaß gemacht. Geschämt habe ich mich gar nicht, man musste einfach über die anderen „nett“ lachen. Zu sehen wie gut und echt man sich verkleiden kann, ist sehr toll.“


Was hat der Prozess des Verkleidens mit dem Thema Rassismus zu tun?

„Es ist egal wie man aussieht – dunkelhäutig, hellhäutig, Bart oder keinen Bart – man bleibt immer noch ein Mensch wie jeder andere auch und das ist ein Grund nicht rassistisch zu sein.“

„Man sollte Menschen nicht nach ihrem Aussehen oder ihrer Kleidung beurteilen.“

„Der Verkleidungsprozess auf den Fotos zeigt, dass man immer man selbst ist und bleibt, egal wie man aussieht. Denn nur, weil man anders aussieht, wird man ja kein anderer Mensch.

„Man sah nach der Verkleidung ganz anders aus. Das heißt: Man hatte keine Ängste sich in eine fremde Figur zu verwandeln, die eine andere Hautfarbe oder eine andere Herkunft/ Religion hatte. Man sagt nicht „iiihhh“ wenn man schwarze oder weiße Haut geschminkt bekommt. Eher respektiert man die veränderte Figur und findet es toll wie sie auszusehen, egal welche Hautfarbe, Religion oder Herkunft sie hat. Und das ist das Gegenteil von Rassismus.“

„Bei dem Verkleiden kann man sich in eine andere Rolle hineinversetzen, damit man fühlt wie es ist jemand anderes zu sein.“

Projektorganisation: Fachbereich Kunst