Die Untoten der Kunst

Statuen, einzeln und in Gruppen, oft vor langer Zeit mit viel Herz geschaffen, haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich, bevor sie im Museum landen, um dort von der Nachwelt beguckt, bestaunt, bewundert oder auch mit Unverständnis betrachtet zu werden. Ihr Schöpfer ist dann meist schon lange nicht mehr. Hat sich seine Intention erfüllt, erfüllt sie sich noch, oder haben die Bilder aus Stein, Bronze, Holz noch etwas darüber hinaus? Was treibt sie um?

Ein Dasein für die Öffentlichkeit, in der Öffentlichkeit, die Körperhaltung und Pose als Aussage, als lesbares Zeichen, hier ist die Verbindung zum Theater. Aber zeitlos ruhend, für die Ewigkeit geschaffen, im denkbarsten Gegensatz zum Spiel. Dieses Spannungsfeld hat uns gereizt.