Partizipation

Partizipation der Schülerinnen und Schüler am RBG

Unter Partizipation (lateinisch: „pars, partis, capere“ bedeutet „Teil nehmen, fassen“) versteht man die Teilnahme und Mitwirkung an Entwicklung.

In der Schule ist meist die Teilnahme und Mitwirkung der SchülerInnen und/oder Eltern an der Weiterentwicklung der Schule gemeint.

Häufig gehen diese davon aus, dass sie in eine Schule kommen, in der Regeln, Rituale, Umgangsformen und die äußeren Umstände unumstößlich und nicht zu verändern sind. Das stimmt in vielen Fällen. Es gibt ein Schulgesetz, durch das viel geregelt und festgelegt ist. Daran müssen sich alle am Schulleben Beteiligten – also SchülerInnen aber auch Eltern und Lehrkräfte – halten.

Darüber hinaus existieren für SchülerInnen jedoch diverse Möglichkeiten eine Schule zu gestalten. Und diese Mitgestaltung ist

  • vom Gesetzgeber,
  • den Elternund
  • den Lehrkräften des Robert Blum Gymnasiums, hier ist die Schulleitung eingeschlossen, gewünscht.
  • Selbst die Schulinspektion hat in ihrem Bericht zur Inspektion des Robert Blum Gymnasiums im Dezember 2013 für die „stärkere Einbindung der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern in Schulentwicklungsprozesse“ plädiert.

Die SchülerInnen sollen, dürfen und können sich an der Entwicklung der Schule beteiligen.

Was das ganz konkret bedeuten kann?

Beispiel 1: Pausenregelung

Die SchülerInnen des 10. Jahrgangs wünschten sich in den großen Pausen im Schulgebäude bleiben zu dürfen. Die Regel am RBG lautete aber: In den großen Pausen verlassen alle SchülerInnen der Mittelstufe das Schulgebäude und gehen auf einen der Pausenhöfe. Die Veränderung der Schulordnung muss von der Schulkonferenz genehmigt werden.

Das Ziel wurde erreicht: Die SchülerInnen der 10. Jahrgänge dürfen in den großen Pausen in ihren Klassenräumen bleiben, sofern sie und ihre Eltern ein entsprechendes Formular unterschrieben haben.

Der Weg sah so aus:

  • SchülerInnen des 10. Jahrgangs ließen sich im Schulentwicklungsteam (ein Gremium, in dem Lehrkräfte, Eltern und SchülerInnen die Schule weiterentwickeln) beraten und unterstützen.
  • Sie berieten sich untereinander in der Schülervertretung.
  • Sie stellten ihr Konzept in der Gesamtkonferenzder Lehrkräfte vor.
  • Sie stellten den Antrag in der Schulkonferenz, die diesen genehmigte.

Beispiel 2: Cafeteriaregeln

SchülerInnen des 10. Jahrgangs besprachen und entwickelten mit SchülerInnen der 7. Jahrgänge Regeln für die Cafeteria. Diese sollen im kommenden Schuljahr fertiggestellt werden.

Beispiel 3: Gestaltung der Cafeteria

Bei der Erstellung der Regeln für die Cafeteria (s. Beispiel 2) wurde deutlich, dass sich die SchülerInnen mehr Aufenthaltsplätze in angenehmerer Atmosphäre wünschten. Mit tatkräftiger Unterstützung und Geldspenden des sehr aktiven Fördervereins des RBG gestalteten SchülerInnen die Cafeteria – soweit das die begrenzten Möglichkeiten hergaben – nach ihren Wünschen.

Beispiel 4: Organisation von Schulveranstaltungen durch SchülerInnen

Die jährlich stattfindenden Veranstaltungen, wie z.B. das Winterkonzert, die Best of Robert Blum Veranstaltung, “unplugged Konzerte“, Kulturpräsentationen der siebten und achten Jahrgänge werden von einem Oberstufenkurs organisiert.

Beispiel 5: Musical-AG

In der Musical-AG entscheiden ca. 55 Schülerinnen und Schüler gemeinsam, welches Thema behandelt wird, und wie es auf der Bühne szenisch, choreographisch, musikalisch umgesetzt wird.

Beispiel 6: Fahrten der SV (SchülerInnen-Vertretung)

Im 1. Halbjahr eines Schuljahres fahren SchülerInnen der SV gemeinsam ein verlängertes Wochenende zum Wannsee-Forum und lernen dort, wie sie sich an der Schule für ihre eigenen Belang einsetzen können.

Beispiel 7: Arbeitsgemeinschaft LBGTQIA