Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt von und für Schüler*innen. Courage-Schulen sagen: Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule, indem wir uns bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden und demokratische und weltoffene Strukturen bewusst stärken.
Das Netzwerk bietet Schüler*innen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Das Netzwerk ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland, dem über 2.800 Schulen angehören (Stand: Oktober 2018) die von über eineinhalb Millionen Schüler*innen besucht werden.
Seit 2010 ist auch das Robert-Blum-Gymnasium Teil dieses deutschlandweiten Netzwerks und trägt demnach den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft, die an unserer Schule mehr als 70% unterschrieben haben.

An unserer Schule kommt jeder Schüler und jede Schülerin mindestens einmal im Jahr mit einem der Projekte, die unter dem gemeinsamen Schirm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an unserer Schule implementiert sind, in Berührung (darüber berichtete im Jahr 2018 auch die Berliner Woche https://www.berliner-woche.de/schoeneberg/c-bildung/zwei-bildungseinrichtungen-mit-demselben-ziel-schule-ohne-rassismus_a182516)

Im Folgenden wird lediglich eine Auswahl an Projekten und Aktivitäten vorgestellt, die an unserer Schule unter dem gemeinsamen Schirm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ etabliert sind. Wichtig ist uns hierbei allerdings, dass sich unser Engagement nicht nur auf einzelne Projekte beschränkt, sondern unser Wunsch nach gewaltfreier demokratischer Mitgestaltung der Schüler*innen auf verschiedenen Ebenen und im Schulprogramm verankert ist“. Gelungene Beispiele für diese interdisziplinäre Verankerung sind das soziale Praktikum und das „Tu-was!-Projekt“. In der 9. Klasse absolviert jeder Schüler und jede Schülerin im Rahmen des Ethikunterrichts ein einwöchiges soziales Praktikum, z.B. in einer Unterkunft für Geflüchtete oder einem Seniorenheim. Beim „Tu-was!-Projekt“ fördert das Robert-Blum Gymnasium soziales und ehrenamtliches Engagement der Schüler*innen, indem es engagierte Schüler*innen am Ende jedes Schuljahres auszeichnet und so Wertschätzung für freiwillige Tätigkeiten in Schule oder Verein fördert.

Weitere Projekte sind beispielweise die „Courage Times“, eine Schülerzeitung mit Beiträgen zu gesellschaftlich relevanten Themen. Die Schüler*innen treffen sich in regelmäßigen Abständen, in Form einer AG und arbeiten an der Zeitung, die dann innerhalb der Schule verteilt wird. Im Januar 2018 ist die Zeitung beim Berliner Schülerzeitungswettbewerb mit einem Sonderpreis zum Thema „Normale Vielfalt“ ausgezeichnet worden.

Stolz sind wir an unserer Schule auch auf unser „Mentorenprogramm“. Seit Einführung einer Willkommensklasse im Schuljahr 2015/2016 gibt es ein Mentorenprogramm zwischen Schüler*innen der Oberstufe und den Schüler*innen der Willkommensklasse (bei uns: Vorbereitungsklasse). Die Schüler*innen der Oberstufe kommen in ihren Freistunden in der Unterricht der Vorbereitungsklasse und unterstützen unter Anleitung der jeweiligen Lehrkraft einzelnen Schüler*innen bei ihren Aufgaben. Darüber hinaus fungieren sie ganz automatisch als Ansprechpartner*innen außerhalb des Klassenzimmers. Projekt wurde im Jahr 2016 mit dem Helga Möricke Preis (Silber) für soziales Lernen ausgezeichnet.

Um mehr Raum für Fragen im Rahmen sexueller Vielfalt zu bieten, gibt es seit dem Schuljahr 2018/2019 eine AG, die allen Interessierten an diesem Thema offensteht und in der in einem geschützten Rahmen gesprochen werden kann oder einfach Informationen ausgetauscht werden können.

Natürlich nutzen wir unsere Mitgliedschaft im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, um bei den jährlich stattfindenden Jahrestreffen teilzunehmen, sowie vom umfangreichen Materialservice des Netzwerks zu profitieren. Das Robert Blum Gymnasium nutzt zusätzlich das Angebot professioneller Workshops und lädt regelmäßig, beispielsweise in der jährlichen Projektwoche, externe Spezialist*innen zu Themen wie „Flucht, Verfolgung, Rassismus, Ausgrenzung und sexuelle Vielfalt“ ein.

Wir sind sehr stolz auf die positiven Entwicklungen an unserer Schule, die im Rahmen dieses Netzwerks auf den Weg gebracht wurden und freuen uns über neue interessierte und engagierte Mitglieder.