Gesellschaft – Wir mischen uns ein!

Die Fächer Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde und Ethik wollen nicht nur Fachwissen und fachspezifische Kompetenzen vermitteln. Ihr Ziel ist auch die Befähigung der Schüler zu sozialem und demokratischem Handeln.
Dieses kommt im normalen Fachunterricht oft zu kurz. Im Profilunterricht erhalten die Schüler/innen Gelegenheit zu praktischem Handeln im Sinne der Mitgestaltung der eigenen Lebenswelt.
Wer einmal erlebt hat, dass man etwas bewirken kann, wird motiviert, sich auch weiterhin politisch oder sozial zu engagieren.

Das Profil GESELLSCHAFT soll an die Fächer Geschichte/Sozialkunde, Erdkunde und Ethik angebunden sein, wobei die Fachorientierung von den jeweiligen thematischen Schwerpunkten abhängt. Pro Halbjahr arbeiten immer zwei Kollegen aus unterschiedlichen Fächern (z.B. Erdkunde und Politik) zusammen mit der Lerngruppe.
In dem fächerübergreifenden Vorgehen ist „Globales Lernen“ in viel praktischerem Maße möglich.

Die Schüler/innen lernen im Profil GESELLSCHAFT, dass sie ihr Umfeld aktiv mitgestalten können, indem sie
– eigenständig recherchieren (z.B. Befragungen und Interviews durchführen),
– Informationen präsentieren (z.B. eine Ausstellung konzipieren, eine Infostand einrichten)
– organisieren und moderieren (z.B. Podiumsdiskussionen mit Politikern etc. veranstalten)
– aufklären und Meinungen bilden (z.B. Flugblätter, Kampagnen im Internet)
– politisch aktiv werden (z.B. Protestaktion durchführen, Abstimmungen organisieren)
– sich sozial engagieren (z.B. eine Tauschbörse gründen oder Spendenaktion durchführen)
– sich an Wettbewerben beteiligen, die politische oder soziale Projekte auszeichnen

Die Inhalte des Profilunterrichts orientieren sich an der Lebenswelt der Schüler/innen. Mögliche inhaltliche Schwerpunkte sind z.B. „Meine Stadt“, „Konsum“ und „Zusammenleben in kultureller Vielfalt“. Die Themenwahl soll sich auch an der Aktualität orientieren (Was passiert gerade aktuell, was die Schüler auch betrifft?).

Der Profilunterricht soll kein klassischer Unterricht sein. Die Schüler arbeiten in Projekten, verlassen dazu auch die Schule und setzen sich aktiv mit ihrem Lebensumfeld auseinander.
Je nach Thema wird auch eine Zusammenarbeit mit außerschulischen Projektpartnern gesucht.